Anwalt von Mann, der Frau in Brüssel vor die Metro stieß: "In Schock, als er hörte, was passiert war.”

Der Franzose, der am Freitag eine Frau auf die Gleise der Brüsseler Metrostation Rogier gestoßen haben soll, ist vor Gericht erschienen. Nach Angaben seines Anwalts ist sich der Mann nicht bewusst, was er getan hat: “Er war in Schock, als er hörte, was passiert war.” 

"Ich habe nicht um seine Freilassung gebeten", sagte Anwalt Kasongo Mukendi. "Das steht im Moment nicht auf der Tagesordnung. Wir warten auf die Ergebnisse einer Reihe von Untersuchungen, die der Ermittlungsrichter angeordnet hat. Um das Untersuchungsgeheimnis nicht zu verletzen, äußere ich mich nicht zum Inhalt seiner Aussagen. Mein Mandant war schockiert, als er hörte, was passiert war. Er wird jetzt von einem Psychiater untersucht." Das Gericht entscheidet im Laufe des Tages darüber, ob der Verdächtige in Haft bleibt.

Mögliche Sanktionen für MIVB/STIB-Mitarbeiter, der Video verbreitet hat

Inzwischen droht dem Mitarbeiter der öffentlichen Brüsseler Verkehrsbetriebe MIVB/STIB, der das Video des Vorfalls verbreitet hat, eine Sanktion. Ein Agent hatte die Kamerabilder gefilmt und weitergeschickt. Er wurde am Montag angehört, aber andere Elemente müssen noch analysiert werden, um seinen Anteil an der Verantwortung zu bestimmen.   

Kollegen haben bereits mehr als 1.600 Unterschriften gesammelt. In der Petition wird die Leitung der Brüsseler Verkehrsbetriebe aufgefordert, gegenüber dem Arbeitnehmer Nachsicht walten zu lassen. Am Dienstag teilte die STIB mit, dass die Situation derzeit geprüft wird und noch keine Entscheidung getroffen wurde.

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