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Fünfter Corona-Impfstoff bald in Belgien erhältlich: Allergiker bekommen Vorrang

Die belgischen Gesundheitsminister haben am Mittwoch die Genehmigung für die Verabreichung des Corona-Impfstoffs Nuvaxovid von der amerikanischen Firma Novavax erteilt. Auf der Grundlage eines Gutachtens der Impf-Taskforce haben die Minister beschlossen, den Impfstoff vorrangig Personen zu verabreichen, bei denen ein hohes Risiko auf eine allergische Reaktion oder auf nachweislichen Nebenwirkungen gegenüber den bereits bekannten Corona-Impfstoffe besteht. 

"Da nur etwa 3.000 Personen betroffen sind, steht es den Ländern frei, diesen Impfstoff auch anderen Gruppen anzubieten, z. B. Personen, die eine Phobie gegen andere Impfstoffe entwickelt haben. 

Insgesamt werden im Februar/März 510.000 Dosen an Belgien geliefert. Mit dieser Lieferung können maximal 170.000 Personen geimpft werden. Außerdem wird eine Auffrischungsdosis im Abstand von mindestens drei Wochen erforderlich sein. 

Bürger, die sich mit Nuvaxovid gegen Corona impfen lassen wollen, können sich über BruVax und QVax bei einem Impfzentrum anmelden.

Ein eher klassischer Impfstoff

Nuvaxovid ist ein proteinbasierter Impfstoff und enthält keine Erreger oder Erreger-Bestandteile, die sich selber vermehren oder eine Erkrankung auslösen können. Die Impfstofftechnologie ist klassischer als die der zuvor zugelassenen Corona-Impfstoffe und ähnelt derjenigen, die bei den jahrzehntealten und weltweit verbreiteten Impfstoffen gegen Hepatitis B und Keuchhusten eingesetzt wird. 

Die wichtigsten klinischen Studien - eine in Großbritannien und eine in den USA und Mexiko -, an denen mehr als 45.000 Personen teilnahmen, zeigten "etwa 90 Prozent" Wirksamkeit bei der Verringerung der Zahl der symptomatischen Fälle von Corona.

Bisher waren in Belgien vier Impfstoffe zugelassen: die Impfstoffe von Pfizer und Moderna, die auf der neuartigen Boten-RNA-Technologie basieren, sowie die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson. Die Europäische Arzneimittelagentur genehmigte Nuvaxovid am 20. Dezember, drei Tage nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO). 

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