Zehntausende Demonstranten aus Belgien und ganz Europa gegen Corona-Politik in Brüssel

An diesem Sonntag findet erneut eine Protestkundgebung gegen die Corona-Politik statt. Diesmal sind auch Organisationen und Bürger aus ganz Europa dem Appel gefolgt. Die Organisatoren schätzen, dass zehntausende Teilnehmer zurzeit Richtung Jubelpark marschieren, wo um 14 Uhr Reden von teilnehmenden Organisationen zu hören sein werden.

"Wir sind nicht gegen die Corona-Maßnahmen als solche", sagt Tom Meert, Vorsitzender von Europeans United, einer der Organisatoren. "Wir sind vor allem gegen die undemokratische Art und Weise, in der die Maßnahmen beschlossen werden. Europeans United organisiert die Demonstration gemeinsam mit einigen (nationalen) Vertretungen von World Wide Demonstration und mehr als 600 lokalen Vereinigungen aus ganz Europa. Die Teilnehmer wollen für Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und die Achtung der Verfassung auf die Straße gehen. Es sollte eine friedliche Demonstration sein.  

Frühere Demonstrationen in Brüssel endeten jedes Mal in Gewalt. Die Polizei wird anwesend sein und die Organisatoren werden ihre eigenen Ordnungskräfte einsetzen. Verbindungen zu rechtsextremen Gruppierungen und Anti-Vaxxern werden gemieden. "Wir sind keine Corona-Skeptiker", sagt Meert: "Alle Ideologien sind willkommen. Wir wollen keine politische Vergeltung". 

"Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass eine große und wachsende Gruppe von Menschen sich in der gesellschaftlichen Debatte nicht mehr gehört fühlt. Um etwas gegen die Polarisierung zwischen Befürwortern und Gegnern von Maßnahmen zu unternehmen, wollen wir die öffentliche Debatte in Gang bringen, damit die Menschen andere Standpunkte besser verstehen können. Meert plädiert dafür, das Parlament stärker in die Debatte einzubeziehen. Er ist auch der Meinung, dass die GEMS-Gesundheitsexperten während der Krise zu viel Macht erhalten hatten, obwohl "diese Leute nicht das eigentliche Problem sind”. 

Die Demonstration beginnt um 12 Uhr am Brüsseler Nordbahnhof. Über das Europaviertel geht es zum Jubelpark, wo internationale Redner anwesend sein werden. Die Organisatoren erwarten Zehntausende Teilnehmer. In Dutzenden von Städten auf der ganzen Welt wird es an diesem Wochenende gegen die Corona-Politik demonstriert. 

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