Der Tatort: die Brüsseler Metrostation Rogier

Frau, die vor 10 Tagen in der Brüsseler Metro auf die Gleise gestoßen wurde, reagiert zum ersten Mal

„Meine Genesung wird lange dauern und eine Besserung wird schwer sein. Aber, ich glaube daran“, sagte die 54 Jahre alte Frau, die am 14. Januar von einem ihr unbekannten Mann in der Metro-Station Rogier auf die Gleise gestoßen wurde. Gegenüber der flämischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws erzählte sie mehr zu sich und zu ihrem augenblicklichen Befinden.

Ines Z., eine 54 Jahre alte Krankenpflegerin aus Brüssel, wurde am 14. Januar in der Metro-Station Rogier von einem 23 Jahre alten ihr völlig unbekannten Franzosen auf die Gleise gestoßen. Durch den Stoß verlor sie ihr Gleichgewicht und fiel flach auf die Metroschienen. Der Fahrer eines herannahenden U-Bahnzuges konnte eine Schnellbremsung einleiten und somit ihr Leben retten.

Die Frau erlitt neben einem Schulter- und einigen weiteren leichten Brüchen einen schweren seelischen Schaden, wie sie gegenüber Het Laatste Nieuws erzählte: 

„Meine Genesung wird lange dauern und eine Besserung wird schwer sein. Aber, ich glaube daran.“

Sie wollte sich aber auch für die zahlreichen Genesungswünsche bedanken, die sie von ihr ebenfalls völlig unbekannten Personen bekommen hatte: 

„Ein ganz dickes Dankeschön für die Millionen Berichte, die von überall herkommen. Es ist unmöglich, mich bei allen zu bedanken. Eure lieben Worte helfen genau so, wie die Behandlungen, die noch auf mich warten. Die Berge von heute sind die Dünen von morgen. Ich glaube daran. Eine Million Küsschen!“

Ines Z. ist Mutter von drei Kindern und gibt mittlerweile Unterricht in einer Krankenpflegerschule. Den Franzosen, der sie auf die Gleise stieß, kannte sie nicht. 

Dieser gab vor einigen Tagen bei einem Verhör an, selbst darüber schockiert zu sein, was er da getan habe. Dies teile auch dessen Anwalt mit. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten