Wie eine Schule die Schulkinder auf spektakuläre Weise auf die Sicherheit im Netz aufmerksam machte

Das Sint-Jan Berchmans-Kolleg in Westmalle in der Provinz Westflandern hat seine Schülerinnen und Schüler in die Falle gelockt. Das digitale Team der Schule hatte via Smartschool ein Nepp-Account eingerichtet und allen Schulkindern gesendet. Diese konnten an einer Gewinnaktion teilnehmen, in dem sie ihre persönlichen Angaben über einen externen Link angeben. Ein Drittel aller Schüler des Kollegs fiel darauf herein und gab private Angaben frei…

Die Schülerinnen und Schüler des Sint-Jan Berchmans-Kollegs in Westmalle hätten 1.000 Waffeln gewinnen können. Dies versprach zumindest der Absender der Nepp-Nachricht, die am Mittwoch an die rund 1.200 Smartschool-Adressen gesendet wurde. Darin wurden die Schüler dazu aufgerufen, ihren Namen und ihre Adresse anzugeben und ihre bevorzugte Waffelsorte.

Um bei den Jugendlichen Misstrauen zu erwecken, war der Text der Email voller Schreib- und Grammatikfehler und auch inhaltlich waren Stolperfallen eingebaut, wie Dave Van den Keybus vom digitalen Team der Schule sagte: „Darin stand auch, dass wir die Waffeln verlosen, weil unsere Schule 1.000 Jahre alt wird. Das hätte doch auffallen müssen.“ 

Ohne zu zweifeln persönliche Angaben durchgegeben

Trotzdem hatten innerhalb von 2 Stunden rund 400 Schülerinnen und Schüler des Kollegs ohne zu zweifeln ihre persönlichen Angaben durchgegeben, so Van de Keybus erschrocken. Aber, viele der Angesprochenen meldeten ihren Klassenlehrern, dem digitalen Team und sogar dem Schuldirektor, dass sie diese Mail für verdächtig hielten. Und im Laufe des Tages meldeten sich auch Schüler oder deren Eltern mit dem Vermuten, dass sie Opfer eines Hackings oder eines Datendiebstahls sein könnten.

Am kommenden Freitag, dem europäischen Tag der Privacy, wird das Sint-Jan Berchmans-Kolleg in Westmalle mit dieser Geschichte noch einmal eindringlich auf das Problem der Sicherheit im Internet aufmerksam machen. 

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