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Viel Wind, kaum Nachfrage: Am Wochenende war der Strom für 9 Stunden umsonst (für Energieunternehmen)

Das stürmische Wetter hat an diesem Wochenende für einige Stunden negative Strompreise in unserem Land verursacht. Die Kombination aus hohem Angebot - viel Wind und damit Windenergie - und geringer Nachfrage in den Nachtstunden am Wochenende ließ den Strompreis sogar kurzzeitig unter Null sinken. 

Die negativen Preise wurden auf dem Markt in der Nacht von Samstag auf Sonntag und auch am frühen Sonntagmorgen verzeichnet, insgesamt neun Stunden lang. Die Preise fielen auf -30 Euro pro Megawattstunde. Das bedeutet, dass die Elektrizitätsunternehmen, die zu diesem Zeitpunkt Strom gekauft haben, sogar Geld dafür bekommen haben. Privatpersonen profitieren aber nicht von dem negativen Preis (zumindest nicht, wenn er, wie jetzt, nur für kurze Zeit so niedrig war). 

Die Erklärung ist logisch: Wenn das Angebot sehr hoch und die Nachfrage sehr niedrig ist, fällt der Strompreis kurzfristig stark ab. In den Nachtstunden ist die Stromnachfrage gering, vor allem am Wochenende, während die Windkraftanlagen auf See und an Land wegen des starken Windes auf Hochtouren laufen.  

Nachdem der Wind nachgelassen hat und die Arbeitswoche wieder begonnen hat, ist der Preis wieder auf durchschnittlich 188 Euro pro Megawattstunde gestiegen. 

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