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In Belgien soll Werbung für Glücksspiel so gut wie vollständig verschwinden

Belgiens Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) will erreichen, dass Werbung für Glücksspiel verboten wird. So sollen Glücksspiel-Unternehmen nicht mehr in den audiovisuellen Medien Radio und Fernsehen und auch nicht mehr in den Printmedien werben dürfen. Werbungen im Internet, die mit direkten Links zu Glücksspielen aufwarten, sollen ebenfalls untersagt werden. 

Der Gesetzesvorschlag soll noch vom belgischen Staatsrat begutachtet werden, bevor er durch die parlamentarischen Instanzen gehen kann. Das flämische Expertise-Zentrum für Alkohol und andere Drogen hofft, dass es rasch zu diesem Werbeverbot für Glücksspiel kommt.

Für den Profifußball in Belgien stellt ein Werbeverbot für Glücksspiel allerdings ein Problem dar. 16 der 18 belgischen Erstligavereine machen in irgendeiner Form Werbung für Glücksspielbetriebe (Shirts, Bandebwerbung…). Rund 12 % der Gesamteinnahmen bei der ProLeague, dem Verband der belgischen Proficlubs, kommen aus dem Glücksspiel.

Lorin Parys, der neue CEO der ProLeague bittet dringend um ein Gespräch mit der Regierung, denn er fürchtet um die Zukunft des Fußballs in Belgien. 

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