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Nieuwpoort: Mit Segeljachten gegen eine Muschelzucht protestieren

Am Sonntag haben über 100 Segler mit ihren Jachten gegen den Bau einer Muschelzucht in der Nordseeküste vor Nieuwpoort protestiert (Videos oben und unten). Die belgische Discounter-Kette Colruyt will dort Muschel und Austern züchten. Doch die Segler befürchten Risiken, denn dieser Meeresbauernhof soll unmittelbar an der Hafenausfahrt von Nieuwpoort entstehen. Inzwischen schaltete sich auch Vincent Van Quickenborne (Open VLD) ein, der belgische Minister für die Nordsee.

Van Quickenborne will jetzt zwischen Colruyt und dem Jachtclub von Nieuwpoort vermitteln. Nach Ansicht der Segler wird die Muschelzucht an einer unmöglichen Stelle entstehen. Sie stellen fest, dass die Küste und die See in verschiedene Zonen aufgeteilt ist, doch dass der Wassersportsektor bei Anpassungen nie um seine Meinung gefragt wird.

Zum einen liege die geplante Muschelzucht zu nah an der Hafenausfahrt. Nicht zuletzt liegt in Lombartsijde, knapp neben dem Seebauernhof von Colruyt ein Schießplatz der Marine. Das würde bedeuten, dass man von Nieuwpoort aus nicht mehr direkt nach Ostende segeln könne.

Man sei nicht gegen eine Muschelzucht von Colruyt, hieß es dazu am Sonntag von Seiten des Flämischen Jachthafens Nieuwpoort, doch diese Stelle sei der falsche Weg. Hier empfiehlt man die Sandbänke vor De Panne, um die die Segler nicht unterwegs sind oder sein dürfen.

Bei Colruyt reagierte man umgehend und gab an, dass die Lage der Muschelzucht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhe und dass diese von der Bundesregierung festgelegt wurde. 

Hier ist man zudem der Ansicht, dass man die Segelroute von Nieuwpoort nicht behindere.

Der Jachtclub und der Hafen von Nieuwpoort sind nicht die einzigen, die gegen die Muschelzucht von Colruyt Sturm laufen. Auch die Stadt Nieuwpoort hat ein Problem damit. Hier wurde eine einstweilige Verfügung gegen die geplanten Bauarbeiten erzielt und es laufen gleich zwei Verfahren dagegen beim Staatsrat in Brüssel. 

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