Laden Video-Player ...

Die Verbraucher sollen mehr Zeit haben, ihre Energierechnungen zu bezahlen

Der staatliche belgische Ombudsmann für Energiefragen, Eric Houtman, ist der Ansicht, dass die Verbraucher mehr Zeit bekommen sollten, um ihre Energierechnungen zu begleichen. Strom- und Gasrechnungen müssen in Belgien innerhalb von Tagen bezahlt werden, doch Houtman empfiehlt, diese Zeitspanne auf 30 Tage auszuweiten.

Der Ombudsmann ist der Meinung, dass dies schon anhand der Tatsache, dass die Energielieferanten nur schwer für ihre Kunden zu erreichen sind, eine Notwendigkeit sein muss. Im Zuge der Energiekrise und der Verteuerung von Strom und Gas haben viele Konsumenten Fragen für ihre Lieferanten doch sie bekommen sehr oft keine oder keine zufriedenstellende Antwort von ihnen und schon gar nicht vor dem Zahlungsziel auf den Rechnungen.

Energie-Ombudsmann Eric Houtman sagte dazu am Dienstag gegenüber VRT NWS: „Wenn man das verlängert und auf 30 Tage bringt, dann hoffen wir doch, dass von den Energielieferanten Antworten möglich sind. Hinzu kommt noch die Feststellung, dass die Leute durchweg auch nur einmal pro Monat ihren Lohn oder ihr Gehalt, ihre Sozialhilfe oder ihre Rente bekommen. Also würde dies mit dem Rhythmus der Zahlungen übereinstimmen, wenn man das auf 30 Kalendertage bringt.“ 

Der belgische Verband der Energielieferanten ist aber gegen eine Verlängerung der Zahlungsziele bei den Rechnungen. Hier heißt es, dass man seinen Kunden Angebote mache, um Zahlungsziele zu verlängern oder um Ratenzahlungen zu vereinbaren. Auch an möglicherweise anfallenden Gebühren wollen die Energielieferanten nichts anpassen, denn diese seien sehr gering. Auch hieran hatte der Energie-Ombudsmann der belgischen Regierung Kritik geübt.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten