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Handelsmission in Großbritannien: Belgische und britische Lebensmittelsektoren unterstreichen Partnerschaft

Im Rahmen der belgischen Handelsmission in Großbritannien bzw. in Greater London haben die Lebensmittelsektoren beider Länder ihre Partnerschaft bekräftigt, wie der belgische Verband der Nahrungsmittelbranche Fevia im Rahmen einer von ihm vor Ort organisierten Veranstaltung mitteilte. 

Nach dem es im Zuge des Brexits zu einem deutlichen Rückgang der Exporte von Lebensmittelprodukten aus Belgien auf die britischen Inseln gekommen war, erholen sich die Zahlen inzwischen wieder, wie auch im Rahmen dieser Fevia-Veranstaltung festgestellt werden konnte. 

Inzwischen entfallen in der Lebensmittelbranche wieder rund 10 % der Exporte auf Großbritannien und der entsprechende Umsatz könnte alleine im laufenden Jahr 2022 wieder bis zu 2,9 Mia. € erreichen, so die aktuellen Schätzungen. Das entspricht einem Anstieg um 33 % seit 2019.

Belgien führt in erster Linie Bier, Milch- und Getreideprodukte, aber auch Gemüse - z.B. (Tiefkühl)Fritten - nach Großbritannien aus. Vor allem die Agrarprodukte z.B. aus Belgien sind für den britischen Markt wichtig, denn die Landwirtschaft in Großbritannien kann den Bedarf nicht alleine decken, bei weitem nicht. „Wir haben die belgische Lebensmittelindustrie nötig. Das ist während Corona besonders deutlich geworden“, so Dominic Goudie, Leiter der Abteilung internationaler Handel der britischen de Food and Drink Federation.

Fevia unterzeichnete mit dem britischen Marketingbüro Green Seed UK und mit dem britischen Lebensmittelimporteur Buckley & Beale bzw. mit Ocade, einem Online-Retailer in Großbritannien eine Vereinbarung zur Werbung für belgische Produkte im Internet. Ocado wird in einer ersten Phase 50 belgische Lebensmittelprodukte promoten. Die entsprechende Webseite läuft unter dem Motto „Food.be - Small country. Great food".

Brexit und Corona: Leere Regale in einem britischen Supermarkt
Parsons Media

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