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Was zählt für Belgier bei einem Arbeitgeber am meisten? Gehalt, Stimmung und Sicherheit

Gehalt, Stimmung am Arbeitsplatz und Sicherheit des Arbeitsplatzes bleiben die wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber. Das haben die Personalexperten von Randstad herausgefunden. Die Coronapandemie hat die Einstellung der Belgier gegenüber ihrem Arbeitgeber wenig geändert.

Randstad hat im Januar fast 13.000 ArbeitnehmerInnen, Studierende und Hausfrauen und -männer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren zu ihrem (künftigen) Arbeitgeber befragt. Das siebte Jahr in Folge bleiben Gehalt und arbeitsbezogene Leistungen die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Arbeitgebers, stellt Randstad fest. An zweiter Stelle steht das Arbeitsklima, gefolgt von der Sicherheit des Arbeitsplatzsicherheit und der Ausgeglichenheit zwischen Privat- und Berufsleben.  

Trotz mehr Homeoffice wurde der Standort des Arbeitsplatzes noch nie so wichtig eingeschätzt wie in der vorliegenden Befragung. Randstad glaubt, dass hohe Treibstoffpreise und die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln diesen Faktor beeinflusst haben könnten. Das man im Homeoffice arbeiten darf, wird als wichtiger Faktor nur an siebter Stelle eingestuft. Jan Denys von Randstad erklärt dieses Ergebnis damit, dass Fernarbeit nur für 45 Prozent der Arbeitnehmer relevant ist. 

Am beliebtesten: Pharmabranche, Luftfahrt, Medien

Die Pharmabranche bleibt der beliebteste Arbeitgeber, an zweiter Stelle folgt die Luftfahrt, gefolgt von Medien, Hightech sowie IKT und Beratung. Nach der durch den Finanzsektor erlittenen Krise haben Banken und Versicherungen in der vorliegenden Umfrage erstmals wieder an Boden gewonnen.

Frauen sind "wählerischer" als Männer

Der Studie zufolge sind Frauen "wählerischer" als Männer und legen die Messlatte im Durchschnitt höher. Von den sechzehn Kriterien scheinen Frauen neun für wichtiger zu halten als Männer. Dabei handelt es sich um Themen wie Gehalt und Sozialleistungen, Arbeitsatmosphäre und Work-Life-Balance. Nach Ansicht von Randstad liegt ein Teil der Erklärung in der höheren durchschnittlichen Bildung der Frauen.  

Darüber hinaus gibt es fünf Kriterien, bei denen der Unterschied gleich Null oder gering ist, wie z. B. bei der Arbeitsplatzsicherheit.  Nur zwei Kriterien finden bei den Männern mehr Anklang: die neuen Technologien und die finanzielle Gesundheit des Unternehmens. 

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