Nicolas Maeterlinck

Kaum noch Vogelgrippe: Die Stallpflicht für Geflügel wird in Belgien aufgehoben

In Belgien wird ab Samstag, 12. Mai, die Stallpflicht für Geflügel aufgehoben. Landwirte und Privatleute, die Geflügel halten, müssen diese also nicht mehr im Stall lassen oder abschirmen. In den vergangenen Wochen sei die Vogelgrippe in unserem Land deutlich zurückgegangen, teilt die belgische Agentur für Lebensmittelsicherheit FAVV dazu mit. Allerdings muss das Federviel vorläufig noch innen gefüttert werden und die Lebensmittelagentur ruft dazu auf, wachsam zu bleiben.

Im Zeitraum November 2021 bis März 2022 zirkulierte auch in Belgien eine hochansteckende Form der Vogelgrippe, doch es wurden lediglich 6 Ansteckungen bei Geflügel aus Landwirtschaft oder privater Haltung registriert und 83 Ansteckungen bei Wildvögeln.

Im genannten Zeitraum hatte Bundeslandwirtschaftsminister David Clarinval (MR) eine Stallpflicht aufgrund von erhöhtem Risiko verfügt, die in erster Linie präventiven Zweck hatte. Diese Verfügung betraf sowohl die Landwirtschaft, als auch private Geflügelhalter. Ab morgen wird diese Stallpflicht aufgehoben und auch verpflichtete Schutzmaßnahmen, wie Geflügelhaltung unter Netzen, fallen wieder weg.

In den vergangenen 5 Wochen wurde kein einziger Fall von Vogelgrippe mehr in der Landwirtschaft Belgien gemeldet und seit drei Wochen auch nicht mehr in freier Wildbahn. Die Stallpflicht und die Netzhaltung fallen weg, doch das erhöhte Risiko wird vorläufig aufrechterhalten.

Landwirtschaftsminister Clarinval lässt wissen, dass die Vogelgrippe noch nicht vorbei sei. Deshalb raten das Landwirtschaftsministerium und die Lebensmittelagentur auch dazu, dass Geflügel bis zum Sommer noch innen gefüttert werden soll und dass Kontakte zwischen diesem Federvieh und Wildvögeln vermieden werden sollen. 

Vorsicht bei Wildvögeln

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