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Neues Biomasse-Kraftwerk in Gent verbrennt Abfallholz aus der Region und liefert der Industrie Strom

In Gent ist ein neues Biomasse-Kraftwerk in Betrieb genommen worden. Dieses Kraftwerk verbrennt Abfallholz und liefert Strom für umliegende Industriebetriebe. Auch die Wärme, die bei der Verbrennung entsteht, wird dabei genutzt. Davon profitieren einige Chemieunternehmen, die dabei Erdgas sparen können.

Das Biomasse-Kraftwerk Bio Energy Base und einige Chemiefabriken in Gent können energietechnisch also von einer Win-Win-Situation sprechen. Das Abfallholz, dass hier zur Stromgewinnung verbrannt wird, wird per Binnenschiff aus Flandern und aus dem Süden der Niederlange herangeführt und kommt also nicht, wie bei anderen in Belgien Anlagen, aus Kanada. Die damit produzierte Elektrizität geht an umliegende Chemieunternehmen in der Nachbarschaft und auch die Wärme, die bei der Verbrennung entsteht, wird weiter genutzt.

Diese wird durch unterirdische Leitungen ebenfalls zu umliegenden Firmen und Fabriken geleitet, die dadurch wenige Gas verbrauchen. Die eingesparte Gasmenge entspricht in etwa dem Verbrauch der halben Stadt Gent.

Das Unternehmen Bio Energy Base, dass dieses Kraftwerk betreibt, wird in den ersten 15 Jahren über sogenannte „Zertifikate für grünen Strom“ bezuschusst. Das bedeutet, dass so rund 150 Mio. € zusammenkommen. Insgesamt soll diese Anlage für eine Dauer von 45 Jahren in Betrieb sein.

Inzwischen besteht im europäischen Ausland Interesse an diesem Projekt, denn es handelt sich dabei um eine Modellanlage, die nachgebaut werden kann und soll, wie es dazu bei Bio Energy Base heißt. 

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