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Unsichere Zukunft? Die belgischen Filialen von Makro und Metro werden verkauft

Die Großwarenhäuser von Makro und der Gastronomie-Großhändler Metro in Belgien werden verkauft. Dies wurde am Mittwochvormittag in einer außergewöhnlichen Betriebsversammlung angekündigt. Die Warenhäuser bleiben vorerst noch geöffnet, doch die Gewerkschaften sind beunruhigt.

Dass die Gewerkschaften bei Marko und Metro verunsichert sind, liegt am Käufer der beiden belgischen Gruppen. Die beiden Unternehmen Bronze Properties und das Consultancy-Unternehmen GA Europa übernehmen die Geschäfte der beiden Marken, wo derzeit noch rund 1.800 Beschäftigte tätig sind.

Doch vor allem GA Europa ist in Gewerkschaftskreisen in Belgien sehr umstritten, denn deren Konzept ist, verlustreiche Unternehmen zu kaufen, zu sanieren und weiter zu veräußern.

Johan Van Loon von der christlichen Gewerkschaft ACV Puls sagte dazu am Mittwochmittag gegenüber VRT NWS, dass gerade diese beiden Unternehmen in Retail-Bereich als harte Sanierer gelten: „Sie sind bekannt durch ihr Vorgehen bei Bon Marché, bei MS Mode und anderen Übernahmen. Das ging immer mit der Schließung von Geschäften und mit umfangreichen Entlassungen einher.“

Laut Gewerkschaften werden Bronze Properties und GA Europa in den kommenden Wochen einen neuen Businessplan für Makro und Metro in Belgien ausarbeiten: „Wir erwarten mehr Deutlichkeit dazu im August oder September. Und wir befürchten zum Inhalt dieses Businessplans Schlimmstes…“ 

Metro AG behält die Immobilien von 11 Warenhäusern

Das bisherige deutsche Mutterhaus von Metro und Makro in Belgien, die Metro AG, behält nach dem Verkauf die Immobilien von 11 der insgesamt 17 Warenhäuser. Dies gab Makro Cash & Carry Belgium am Mittwoch bekannt.

Die Metro AG verkauft demnach nur die operationellen Aktivitäten von Metro und Makro in Belgien. Finanzielle Details zu dieser Übernahme wurden nicht bekanntgegeben. Die 11 belgischen Metro- und die 6 belgischen Metro-Warenhäuser schreiben schon seit längerem rote Zahlen und Gerüchte zu einem Verkauf kursieren bereits seit Jahresanfang. 

Makro in Deurne bei Antwerpen
Makro in Lüttich
Christophe Vandercam / Photo News

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