Aktionstag der belgischen Gewerkschaften für mehr Kaufkraft: Wo drohen die Probleme?

Am Montag, den 20. Juni, drohen in Belgien Probleme durch einen weiteren Aktionstag der Gewerkschaftsfront für mehr Kaufkraft und gegen das belgische Lohnnormgesetz. Vor allem in der Hauptstadt Brüssel hat dies Folgen, aber auch für die öffentlichen Verkehrsanbieter und für die Luftfahrt. Am Brussels Airport in Zaventem wird kein Flug starten, wie der Flughafenbetreiber am Sonntagabend meldete.

Die drei großen belgischen Gewerkschaften ACV (christlich), ABVV (sozialistisch) und ACLVB (liberal) erwarten am Montag bei ihrer Demonstration für mehr Kaufkraft und gegen das hiesige Lohnnormgesetz 70 bis 75.000 Teilnehmer in den Straßen Brüssels. Sie werden gegen den allgemeinen Anstieg der Lebenskosten protestieren und gegen die sinkende Kaufkraft der Menschen in Land.

Dabei werden erhebliche Störungen im öffentlichen Nahverkehr und bei den Verkehrsbetrieben erwartet. Viele Züge, Busse, Metros und Straßenbahnen werden wohl die Depots nicht verlassen oder mit erheblichen Verspätungen unterwegs sein. Davon sind alle Verkehrsunternehmen betroffen (De Lijn in Flandern, TEC in der Wallonie, MIVB/STIB in Brüssel und die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB - allerdings fahren bei der Bahn die meisten Züge, wohl auch, um die Demonstranten nach Brüssel zu bringen).

Brussels Airport einmal mehr betroffen

Probleme drohen auch am Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem. Die Gewerkschaften des Flughafenpersonals und der Wach- und Sicherheitsdienste (vor allem die Mitarbeiter des Unternehmens G4S) haben für Montag zum Streik aufgerufen. Alleine die Fluggesellschaft Brussels Airlines ging am Sonntag noch davon aus, dass dann 50 bis 65 % aller Flüge gestrichen werden könnten. Doch Flughafenbetreiber Brussels Airport beschloss, an diesem Streiktag denn Betrieb mehr oder weniger einzustellen und strich alle Starts (siehe Beitrag an anderer Stelle bei flanderninfo.be). 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten