Extinction Rebellion

Aktivisten von Extinction Rebellion kleben sich an Eingängen der EU-Kommission fest

Seit 8 Uhr am Montagmorgen blockieren etwa 40 Aktivisten der Umweltschutzorganisation Extinction Rebellion (XR) mehrere Zugänge zur EU-Kommission am Berlaymont-Gebäude im Brüsseler Europaviertel. Einige von ihnen haben sich an Eingängen festgeklebt. Die Aktivisten fordern eine sofortige Einführung eines sogenannten „Ökozid“-Gesetzes auf nationaler und europäischer Ebene zur Bestrafung von Umweltvergehen. 

Der Haupteingang am zentralen Gebäude der EU-Kommission am Berlaymont in Brüssel ist durch die XR-Aktion blockiert. Der Sicherheitsdienst der Kommission und die Brüsseler Polizei sind vor Ort, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu meldet.

„Unternehmen und Lobbyisten müssen mit Vor- und Nachnamen genannt und zur Verantwortung gezogen werden und sie müssen strafrechtlich für ihre Taten verfolgt werden“, sagte ein Sprecher von XR-Frankreich zu dieser Aktion.

Die Umweltschützer führen diese Aktion nur wenige Tage vor dem nächsten Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel durch und vor der Sitzung des Europäischen Parlaments am 22. und 23. Juni. Das EU-Parlament hat bereits mehrmals seine Unterstützung für ein „Ökozid“-Gesetz ausgesprochen.

„Heute haben wir eine historische Chance für die Anerkennung von ‚Ökozid‘ als Verbrechen auf europäischer Ebene. Das EU-Parlament und der Europäische Rat besprechen gerade die Revision der Richtlinie zu Umweltvergehen, die seit 2008 nicht mehr reformiert worden ist. Das Anerkennen von ‚Ökozid‘ als Straftat würde bedeuten, dass dies in die Gesetzgebung von allen EU-Mitgliedsstaaten aufgenommen würde,“ so ein Sprecher der Bewegung „End Ecocide“ Belgien.  

Extinction Rebellion

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