Streik beim Personal: Mehrere Makro-Märkte in Flandern blieben geschlossen

Drei Märkte der Warenhauskette Makro blieben am Montag geschlossen, da das Personal die Arbeit niedergelegt hat. Die Beschäftigten dieser Märkte machen sich große Sorgen um ihre Zukunft, weil die deutsche Metro AG Makro kürzlich erst an einen Investor verkauft hat. Die Betroffenen hatten sich auch aus diesem Grunde der Gewerkschafts-Demonstration in Brüssel angeschlossen, um dort auf ihre Sorgen aufmerksam zu machen. 

Bei den betroffenen Märkten handelt es sich um die Makro-Geschäfte in Machelen (Flämisch-Brabant), Eke (Ostflandern) und Sint-Pieters-Leeuw (ebenfalls Flämisch-Brabant). Etwa 100 Mitarbeiter dieser Märkte nahmen an der Demo für mehr Kaufkraft und gegen das belgische Lohnnormgesetz in Brüssel teil und die restlichen Kollegen bezogen Streikposten vor ihren Arbeitsstellen vor den Märkten.

Auch bei Makro im Antwerpener Distrikt Deurne wurde gestreikt, doch hier fand sich ausreichend Personal ein, um den Markt öffnen zu können. Letzte Woche wurde bekannt, dass die deutsche Metro AG ihre belgischen Metro- und Makro-Filialen an den Investor Bronze Properties und an den Retail-Spezialisten GA Europe verkauft hat. Vor allem letzteres Unternehmen gilt als harter Sanierer.

Schon am vergangenen Wochenende hatte es in verschiedenen Metro- und Makro-Filialen in Belgien Arbeitsniederlegungen und Streiks gegeben, teilten die Gewerkschaften dazu mit. Auch wenn geplant ist, dass am Dienstag wieder „normal“ gearbeitet wird, gehen die Gewerkschaften weiter von spontanen Arbeitsniederlegungen aus.

Für den kommenden Donnerstag ist bei Metro und Makro in Belgien eine weitere  außergewöhnliche Betriebsversammlung geplant. Dann will sich Wolf Waschkuhn, der neue CEO, dem Personal vorstellen.  

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Nicolas Maeterlinck

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