AFP or licensors

Belgien repatriiert 6 IS-Frauen und ihre 16 Kinder aus Syrien

In der vergangenen Nacht sind 6 Frauen aus Belgien, die sich der islamistischen Terrororganisation IS angeschlossen hatten, gemeinsam mit deren insgesamt 16 Kindern aus Syrien repatriiert worden. Nach Angaben des Kabinetts von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) sind alle Kinder jünger als 12 Jahre alt. Damit repatriierte die Bundesregierung zum zweiten Mal eine Gruppe IS-Frauen und deren Kinder aus Syrien über die Türkei nach Belgien. 

Schon im vergangenen Sommer hatte die belgische Regierung 6 IS-Frauen und deren insgesamt 10 Kinder aus Syrien nach Belgien zurückgeholt. Zu der neuerlichen Repatriierungsaktion teilte das Kabinett der Premierministers mit: „Die Priorität des Nationalen Sicherheitsrates ist stets gewesen, Kinder mit belgischer Staatsangehörigkeit Sicherheit und eine Zukunft in Belgien zu bieten.“

Weiter verlautete dazu, dass das OCAD, das staatliche Organ für Bedrohungsanalyse, analysiert habe, dass die Repatriierung der Mütter auch im Sinne der nationalen Sicherheit sei, „denn das ermöglicht eine Aufsicht dieser Profile und verstärkt deren Kontrolle.“

Die Frauen wurden umgehend in Gefängnisse gebracht und die Kinder wurden dem Jugendamt bzw. dem Jugendrichter übergeben. Es wird auf juristischer Ebene beschlossen, ob diese Kinder besser bei ihren Familien in Belgien aufgehoben sind oder ob sie besser in die Obhut einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche gegeben werden sollen. In jedem Fall werden sowohl die Frauen, als auch deren Kinder von den Behörden begleitet.

Weitere Frauen in syrischen oder kurdischen Lagern

Von 4 IS-Frauen aus Belgien ist bekannt, dass sie sich noch in Syrien oder in Lagern in der Türkei oder in kurdisch kontrollierten Lagern aufhalten. Eine Frau aus der Brüsseler Gemeinde Schaarbeek weigert sich bisher, mit ihren 4 Kindern nach Belgien geholt zu werden. Eine weitere IS-Frau kommt für eine Rückholaktion nicht mehr in Frage, da sie nicht mehr über die belgische Staatsangehörigkeit verfügt. 2 weiter IS-Frauen aus Belgien werden ebenfalls nicht repatriiert, weil sie keine Kinder haben.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten