Jurjen Drenth

Brügge wird zur größten Fahrradzone in der Provinz Westflandern

In Brügge werden dem Fahrradnetz rund 90 weitere Straßen hinzugefügt und das gesamte Christus-Koning-Viertel wird zu einer Fahrradzone. Das bedeutet, dass Radfahrer die volle Breite von z.B. Einbahnstraßen nutzen dürfen und dass Autos diese nicht mehr überholen dürfen. Und dort, wo Straßen als Fahrradzone ausgewiesen sind, gilt automatisch Tempo 30 km/h. Damit bekommt das flämische Venedig das umfassendste Fahrradstraßennetz der gesamten Provinz Westflandern.

Das Christus-Koning-Viertel wird ab Mitte Juli im wesentlichen zu einer Fahrradzone und nach dem Sommer werden 90 Straßen in Brügge zu Fahrradstraßen. Das bedeutet, dass die in In- und Ausland beliebte mittelalterliche Stadt 13,06 km Radwege bekommt. Damit verfügt Brügge über das größte innerstädtische Radfahrnetz in der gesamten Provinz Westflandern.

Gleichzeitig wird damit der Bereich Brügges, der als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen ist, größer. Aber, mehr Fahrradzonen im eigentlichen Stadtzentrum einzurichten, ist in Brügge nicht möglich. Hier gelten bereits verkehrsberuhigte Bereiche mit bezahlbaren Parkplätzen und Zonen, in die Lastwagen mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht nicht mehr einfahren dürfen.

Das bedeutet aber nicht, dass mehr nicht möglich ist. Brügges Bürgermeister Dirk De fauw (CD&V) lässt offen, ob nicht vielleicht das touristische Herz seiner Stadt mit seinen Einkaufsstraßen, dem Marktplatz und dem Stadttheater in die Fahrradzone integriert werden können. 

Jan D'hondt
Stad Brugge

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