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In Belgien kommt ein vierter Telekomanbieter auf den Markt

Mit DIGI lässt sich ein fünfter Telekomanbieter am Markt in Belgien nieder. Dies wurde nach der Versteigerung der 5G-Frequenzen für unser Land deutlich. Das Unternehmen DIGI setzt sich aus dem westflämischen Telekomspezialisten Citymesh aus Brügge und dem rumänischen Anbieter Digi Communications zusammen. Damit drängt zum ersten Mal seit 20 Jahren ein neuer Mitspieler auf diesen Markt in Belgien. 

Bisher teilen sich die Telekomanbieter Proximus, Telenet und Orange den Mobilfunkmarkt in Belgien auf. Hinzu kommt noch der wallonische Anbieter Network Research Belgium (NRB) aus Lüttich, der sich aber nicht mit privaten Konsumenten befasst, sondern quasi nur mit Netzwerken zwischen Unternehmen, auch B2B, bzw. Business-to-Business genannt.

DIGI hingegen wird sich auch auf den freien Markt begeben, sprich Verbraucherangebote unterbreiten. Belgiens grüne Kommunikationsministerin Petra De Sutter (Groen) zeigte sich erfreut darüber dass ein neuer Mitspieler auf den belgischen Markt drängt und geht davon aus, dass diese neue Konkurrenz den Wettbewerb im Telekombereich fördert und dass die Preise für den Endverbraucher letztendlich sinken können. Belgien gehört zu den teuersten EU-Ländern, was Mobilfunk und Telekommunikation betrifft.

Die belgischen 5G-Lizenzen sind versteigert

Alle hier genannten Telekomanbieter haben sich an der Versteigerung der 5G-Lizenzen in Belgien beteiligt und so haben denn auch alle Mitbieter ein Stück von diesem Kuchen abbekommen. Der belgische Telekomregulator BIPT teilte dazu mit, dass diese Versteigerung insgesamt 1,2 Mia. € eingespielt habe. Das ist weit mehr als die erwarteten 800 Mio. €.

Citymesh ist übrigens hier bereits aktiv, denn das Unternehmen aus Brügge testet seit etwa 2020 ein 5G-Netz am Brussels Airport in Zaventem (Flämisch-Brabant). Ansonsten teilen sich die beiden DIGI-Komponenten ihren eigenen Markt auf. Citymesh - das Unternehmen gehört zur Cegeka-Informatik-Gruppe aus Hasselt in der Provinz Limburg - wird sich im B2B-Bereich an den Unternehmensmarkt richten und DIGI geht an den Markt für private Telekomnutzer. 

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