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Anfrage der UNESCO: Wie Brügge seine historische Skyline schützen will

Auf Bitten der Weltkulturerbe-Organisation UNESCO hat die Stadt Brügge einen Plan erstellt, wie sie in Zukunft mit Hochbauten umgehen wird. Der Stadtrat hat dazu beschlossen, Hochbau im und um direkten Umfeld des historischen Stadtkerns zu verbieten. Damit soll die freie Aussicht auf die drei Türme in der Altstadt gewahrt bleiben.

Der Plan des Brügger Stadtrates zum Schutz der Skyline des historischen Stadtkerns mit dem Belfried, Sint-Salvators-Kathedrale und der Onze-Lieve-Vrouwe-Kirche sieht ein Verbot von Hochbauten in der Innenstadt selbst und in der direkten Umgebung vor. Er bestimmt, wo hoch gebaut werden darf und vor allem wo nicht.

Damit soll vermieden werden, dass die Aussicht auf die Stadt bzw. den historischen Stadtkern von Hochhäusern und hohen Wohnblocks gestört wird. Damit ist gesichert, dass Brügge UNESCO-Weltkulturerbe bleibt.

Brügge wir nie so hohe Wohntürme haben, wie andere Städte.“

Brügges Schöffe für Raumordnung Franky Demon

Aber, dieser Plan ermöglicht auch Hochbauten an anderer Stelle. Ohne einen solchen Plan, wie ihn beispielsweise Amsterdam schon länger hat, müsste bei jedem neuen Bauprojekt im Stadtgebiet ein Antrag bei der UNESCO gestellt werden, was die jeweiligen Verfahren deutlich verlängert und was Investoren abschrecken könnte.  

Brügges Schöffe für Raumordnung, Franky Demon (CD&V) erklärte gegenüber dem VRT-Sender Radio 2, wie der Stadtrat vorgegangen ist: „Wir haben jetzt in Brügge zwei Stellen, an denen höher gebaut werden darf, unter anderem am Bahnhof. Auf der Lanssens-Site, unser ‚Sky Distrikt‘, darf bis zu einer Höhe von 50 Metern gebaut werden und entlang der Einfallstraßen zwischen 10 und 13 Meter. Aber Brügge wird nie so hohe Wohntürme haben, wie andere Städte.“ 

Brügge bleibt sich treu und verzichtet weitgehend auf Hochbauten
Jurjen Drenth
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