Haussuchungen in Molenbeek nach Schießerei und einem Dutzend Vorfällen binnen 10 Monaten

In der Brüsseler Gemeinde Sint-Jans-Molenbeek haben am Donnerstagmorgen mehrere Hausdurchsuchungen stattgefunden. Das berichten die Zeitungen Het Nieuwsblad und La Capitale und wird von der Staatsanwaltschaft bestätigt. Die Durchsuchungen sind Teil der Ermittlungen zu insgesamt zwölf kriminellen Vorfällen, die sich in den letzten Monaten in der Gemeinde ereignet haben. 

Nachdem es am Montagnachmittag zu einer Schießerei in der Nähe einer Schule in Sint-Jans-Molenbeek gekommen war, einer von insgesamt 12 Vorfällen (u. A. Messerstechereien und Brandstiftung) in den letzten zehn Monaten, hat die Brüsseler Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Häuser durchsucht und drei Personen festgenommen. 

Die Staatsanwaltschaft hat Berichte in Het Nieuwsblad und La Capitale bestätigt, denen zufolge ein Familienclan im Visier der Ermittler ist, der im Drogenhandel mitmischt und Krawalle in den Straßen der Brüsseler Gemeinde organisiert. 

"Wir können derzeit bestätigen, dass heute Morgen mehrere Hausdurchsuchungen in Molenbeek im Rahmen einer gerichtlichen Untersuchung von Schießereien in Molenbeek durchgeführt wurden", sagte die Sprecherin der Brüsseler Staatsanwaltschaft Willemien Baert. "Angesichts der laufenden Ermittlungen und in deren Interesse können wir derzeit keine weiteren Angaben machen." 

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