Pepinster in den Tagen nach der Katastrophe
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Knapp ein Jahr nach der Katastrophe: Die Gemeinde Pepinster will geflutete Häuser aufkaufen

Die Spuren des verheerenden Hochwassers von Mitte Juli 2021 sind im gesamten Wesertal zwischen Eupen und Lüttich noch gut sichtbar. Besonders in Pepinster kurz hinter Verviers sind die Schäden deutlich zu sehen. Vielerorts wurden inzwischen Häuser und Gebäude wieder aufgebaut und renoviert, doch das ist nicht überall möglich. Jetzt hat die Gemeinde Pepinster einigen vom Hochwasser betroffenen Bewohnern von zerstörten ein Angebot gemacht, wie der deutschsprachige Rundfunk BRF diese Woche meldete. Inzwischen können einige Gemeinden in Flämisch-Limburg nach den Überschwemmungen doch auf Hilfe aus dem flämischen Katastrophenfonds hoffen. 

Nach dem verheerenden Hochwasser vom vergangenen Jahr bietet die Gemeinde Pepinster den Bewohnern oder Besitzern von 38 gefluteten Häusern an, diese Gebäude zu kaufen. Die betroffenen Häuser liegen in einer potentiell gefährlichen Überflutungszone am Ufer der Weser. 

Einen Wiederaufbau an derselben Stelle möchten die Wallonische Region und die Gemeinde nicht verantworten.

Durch einen Ankauf der Gebäude und der entsprechenden Grundstücke sollen die Anwohner entschädigt werden. Der Kaufpreis muss von Fall zu Fall verhandelt werden.

Dabei soll auch berücksichtigt werden, ob die Eigentümer bereits in den Wiederaufbau investiert haben oder nicht. 

Doch nicht alle Anwohner sind mit dem Vorgehen einverstanden.  So mancher möchte sein Zuhause nicht verlassen und wehrt sich gegen einen Verkauf.


Überflutungen in einigen flämischen Gemeinden doch als Katastrophe anerkannt

Der schwere Regen und die daraus resultierenden Überschwemmungen von Mitte Juli 2021 in den flämisch-limburgischen Gemeinden Herk-de-Stad, Lummen und Diepenbeek sind fast ein Jahr danach doch noch als Katastrophe von den flämischen Landesbehörden anerkannt worden.

Damals war das Flüsschen Gete über die Ufer getreten und hatte in Wohngebieten, vor allem aber an Bauernhöfen und Wiesen teilweise schwere Schäden angerichtet. Dass die hier genannten Gemeinden zunächst nicht aus dem Katastrophenfonds heraus entschädigt werden sollten, sorgte für Unmut.

Zahlreiche betroffene hatten bereits bei den Versicherungen und bei den Landesbehörden ihre Schadensakten eingereicht. Jetzt machen die Behörden aber einen Rückzieher und die Einwohner der drei Gemeinden können ihre Dossiers in den kommenden drei Monaten einreichen. Entsprechende Klagen vor dem belgischen Staatsrat gegen die Entscheidung, nicht vom Katastrophenfonds berücksichtigt zu werden, wurden derweil zurückgezogen. 

Halen, eine Teilgemeinde von Herk-De-Stad, am 17. Juli 2021

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