117 Fälle von Affenpocken in Belgien registriert: "Wir sollten Maßnahmen ergreifen“

In Belgien sind aktuell 117 Fälle von Affenpocken bekannt, wie das staatliche wissenschaftliche Gesundheitsamt Sciensano diese Woche mitteilte. Hinzu kommt noch ein Verdachtsfall. In der Woche davor waren noch „nur“ 77 bestätigte Fälle gemeldet. „Täglich mehr und mehr Patienten“, sagt Patrick Soentjens vom Institut für Tropenmedizin in Antwerpen dazu gegenüber VRT NWS.

Bei den 117 derzeit bekannten Fälle handelt es sich um 70 Patienten in Flandern, um 38 in Brüssel und um 9 in der Wallonie. Alle Betroffenen sind Männer im Alter von 20 bis 62 Jahren, wie Sciensano dazu mitteilt.

Patrick Soentjens vom Institut für Tropenmedizin ist aber nicht wirklich besorgt: „Wir müssen und nicht beunruhigen, doch wir sollten Maßnahmen ergreifen, um den Zustrom der Patienten in den verschiedenen Zentren meistern zu können.“

Soentjens bestätigte gegenüber VRT NWS, dass bei uns noch keine Ansteckungen bei Frauen und Kindern festgestellt wurden: „Die Leute, die das höchste Risiko haben, sind Menschen mit verschiedenen sexuellen Kontakten.“ Betroffene müssen 21 Tage lang oder länger in Isolation verbleiben. Daneben müssen wir deren enge Kontakte so schnell wie möglich aufspüren und diese vielleicht ebenfalls isolieren.“

Zumindest sollte man sicherstellen, dass diese sehr gut darauf aufpassen, ob sich Symptome ergeben: „Wir sollten auch ein Auge auf asymptomische werfen. Manchmal melden sich Personen mit etwas, das wie ein Mückenstich aussieht. Wir sollten dann seht genau den Unterschied machen, ob es sich wirklich nur um einen Stich handelt oder doch um Affenpocken.“  

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