ING Belgien streicht die Zahl der selbständigen Bankfilialen um rund die Hälfte

ING, die viertgrößte Bank in Belgien, reduziert erneut ihr Filialnetz. Dieses Mal sind die unabhängigen und selbständig geführten Filialen dran. Ihre Zahl soll um mehr als die Hälfte reduziert werden, meldete die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd am Wochenende.

Diese neuerliche Verkleinerung des ING-Filialnetzes in Belgien ist der dritte ihrer Art seit 2018. Damals wurde die Record Bank geschlossen. Dieses Tochterunternehmen betrieb früher ein Netz für Selbstständige. Ende 2021 kündigte ING zudem an, dass ihr eigenes Filialnetz in Belgien um etwa die Hälfte der Anlaufstellen reduziert werden soll.

Jetzt meldet De Tijd, dass die ING bei Informationsveranstaltungen ihren Filialbetreibern mitgeteilt hat, dass die Zahl der selbständigen Vertretungen bis Mitte nächsten Jahres von 448 auf 200 reduziert werden soll. ING gab aber noch nicht bekannt, wie viele Filialen - offizielle bzw. privat geführte - verbleiben werden. De Tijd zitiert „gut unterrichtete Quellen“, nach denen bis 2024 nur 100 bis 150 der aktuell 311 ING-Filialen letztendlich bestehen bleiben sollen.

Nach Angaben von ING wird sich die Reduzierung der Filialen nicht auf die Zahl der Arbeitsplätze auswirken. In den selbständigen Niederlassungen sind über 800 Personen beschäftigt. Die, die in einer Agentur arbeiten, die geschlossen werden soll, können nach Informationen von De Tijd in eine andere freie Filiale wechseln. 

Marcel Krijgsman, All Rights Reserved

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