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Rücksicht auf das Personal? Brussels Airlines streicht 675 weitere Flüge

Mit der Streichung von hunderten weiteren Flügen will die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines vermeiden, dass das Personal erneut gegen den hohen Arbeitsdruck streikt. Dies soll dabei helfen, die Lage zu entspannen. Vor zwei Wochen hatten die Piloten und das Bordpersonal drei Tage lang die Arbeit niedergelegt. Darauf hatte die Airline schon einmal Flüge gestrichen.

150 Flüge wurden seinerzeit gestrichen und jetzt werden 675 weitere Flüge in den Monaten Juli und August gestrichen. Das entspricht rund 6 % des gesamten Flugplans von Brussels Airlines. Verschiedene Quellen meldeten im Laufe des Montags verschiedene Zahlen, die  korrigiert wurden, als Brussels Airlines nach einer weiteren Gesprächsrunde mit den Gewerkschaften seine konkrete Zahl offiziell kommunizierte.

Konkret werden 372 Flüge im Juli und weitere 303 Flüge im August gestrichen. Dies kostet die Airline rund 10,2 Mio. €, eine Summen die in etwa den Verlusten von drei Streiktagen entsprechen würde, so Brussels Airlines. 

Die Piloten und die Mitglieder des Bordpersonals bei Brussels Airlines fordern von Brussels Airlines, eine 100%ige Tochter der Lufthansa, etwas gegen den akuten Personalmangel und den daraus resultierenden hohen Arbeitsdruck zu unternehmen. 

Jetzt sollen die Gewerkschaften bzw. die Piloten und das Kabinenpersonal entscheiden, wie es weitergehen soll, verlautete aus Kreisen der Gesellschaft. Man sei an der Grenze dessen angekommen, was möglich ist, sagte eine Sprecherin von Brussels Airlines am Montag gegenüber VRT NWS.

Die Gewerkschaften reagierten eher zurückhaltend und schließen weitere Streiks nicht aus, auch wenn derzeit keine konkreten Streikankündigungen eingereicht werden. Hier wird in erster Instanz analysiert, wie sich die Streichung von zahlreichen Flügen aus dem Flugplan auf die Arbeit der Betroffenen auswirken wird: „Wir müssen den Verhandlungen jetzt ihre Chance geben.“

FLEMAL

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