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Tour de France: Gelbträger Wout van Aert gewinnt endlich seine Etappe

Wout van Aert (Jumbo Visma - Foto) hat die 4. Etappe der Tour de France gewonnen. Auf der ersten Etappe der Tour im Heimatland Frankreich, die über 171,5 km von Dünkirchen nach Calais führte, zeigte Van Aert was er kann. Er ließ an einem Anstieg die Konkurrenz hinter sich und fuhr allen davon. Nach einem Solo über 10 km kam der Belgier alleine im Ziel an und holte sich nach drei zweiten Plätzen endlich den Etappensieg.

Ein Radprofi, der bei der Tour de France dreimal hintereinander Zweiter wird, der lässt irgendwann mal den Kopf hängen. Nicht aber Wout van Aert. Der war inzwischen so frustriert, dass er daraus Energie generieren konnte und endlich beim 4. Anlauf den Etappensieg erzielte. Und dies auch noch im gelben Trikot des Gesamtführenden, das er seit der 2. Etappe trägt.

Mit Hilfe seiner Mannschaft nahm Van Aert das Heft in die Hand und so ging es auch auf den letzten Anstieg rund 10 km vor dem Ziel. Oben angekommen überraschte er alle und zog davon. Dass für ihn ein 10 km langes „Zeitfahren“ eine Leichtigkeit ist, müsste eigentlich jeder im Peloton wissen und Wout van Aert fuhr alleine über die Ziellinie.

Entgangen war das aber Jasper Philippsen (Alpecin-Deceuninck). Der gewann den Sprint der Verfolger und hob jubelnd die Arme, weil er dachte, die Etappe gewonnen zu haben. Peinlich… Sein Team hatte ihn wohl nicht per Funk davon unterrichtet, dass sein Landsmann längst im Ziel auf das Peloton wartete. 

Jasper Philippsen freute sich zu früh... oder zu spät

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