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Seltener Schnabelwal an Strand zwischen De Haan und Wenduine gespült

Das Tier blieb unverletzt und konnte von der Feuerwehr wieder im Wasser ausgesetzt werden. Seine Überlebenschancen sind nicht hoch.

Am Strand zwischen den beiden Küstenorten De Haan und Wenduine ist heute Morgen ein Schnabelwal an Land gespült worden. Gegen acht Uhr wurde er gesichtet. "Er hatte keine Verletzungen", sagt Jan Haelters vom Königlichen Belgischen Institut für Naturwissenschaften.

Schnabelwale sind sehr selten in Küstennähe und überhaupt in der Nordsee, da ihr natürlicher Lebensraum die Ozeane sind. „Der Feuerwehr gelang es leicht, ihn an einer Sandbank vorbei zurück ins Meer zu ziehen“, berichtet Haelters von der Rettungsaktion.

Doch die Chance, dass er in den nächsten Tagen irgendwo in Belgien, den Niederlanden oder Frankreich wieder an Land gespült werde, sei sehr groß. Denn die Nordsee sei viel zu flach für Schnabelwale. Normalerweise würden diese Tiere bis zu tausend Meter unter die Oberfläche tauchen, während die Nordsee nur eine maximale Tiefe von 50 Metern aufweist. 

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Haelters befürchtet daher, dass das Tier nicht überleben wird. „In den Niederlanden geht man sogar so weit, dass Schnabelwale eingeschläfert werden, wenn sie ein zweites Mal an Land gespült werden. Wir wollten ihm trotzdem eine weitere Chance geben, weil er unverletzt war. Aber auch uns ist natürlich klar, dass er noch lange nicht außer Gefahr ist."

Der Schnabelwal, dem einem Delfin sehr ähnlich sieht, gehört wahrscheinlich zu einer Gruppe von drei Tieren, die zuvor in den Niederlanden gesichtet worden waren. Die Tiere machten dort Schlagzeilen, nachdem einer an Land gespült wurde und eine Frau auf ihn kletterte, um ein Foto zu machen.

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