Ukrainische Antwort auf Lahbibs Brief: „Es liegt kein Vertrauensbruch vor.“

Der ukrainische Außenminister hat auf den Brief von Belgiens Außenministerin Hadja Lahbib geantwortet, in dem Lahbib der Ukraine ihre Unterstützung versichert.

Zwischen Belgien und der Ukraine gibt es keinen Vertrauensbruch wegen der neuen belgischen Außenministerin Hadja Lahbib. Das schreibt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba in seinem Antwortbrief an Lahbib. Belgiens Bundesjustizminister Vincent Van Quickenborne, der zurzeit den in Urlaub befindlichen Premierminister Alexander De Croo vertritt, berichtete über den Inhalt des Briefs am Sonntag gegenüber VRT NWS.

„Es liegt kein Vertrauensbruch vor. Aus diesem Briefwechsel geht eindeutig hervor, dass die Ukraine und Belgien auf derselben Seite stehen“, fasst Quickenborne den Brief zusammen. Aus seiner Sicht sei damit klar, dass es kein Problem zwischen der Ukraine und Belgien gebe.

„Das Wichtigste ist: Gibt es ein Problem mit der Ukraine? Denn das ist es, worum es geht. Und ich kann Ihnen sagen, dass es keine Probleme gibt“, sagte Van Quickenborne. Seiner Meinung nach zeige die Antwort des ukrainischen Außenministers, dass Lahbib der belgische Gesprächspartner für Kiew ist. 

Die ehemalige Journalistin Hadja Lahbib ist seit Mitte Juli Außenministerin. Sie war in den vergangenen Tage in Kritik geraten, als Berichte über eine Reise von ihr im vergangenen Jahr als Journalistin der RTBF auf die Krim bekannt wurden. Lahbib reiste damals über Moskau, und ihre Reise wurde von den Veranstaltern des Kulturfestivals bezahlt, über das Lahbib von der Krim berichten sollte. Die Veranstalter sollen Verbindungen zur Tochter des russischen Präsidenten Putin haben. Aufgrund dieser Reise gibt es Zweifel, ob Lahbib eine gute Wahl als Außenministerin ist – besonders in Bezug auf die Beziehungen zur Ukraine. 

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