Sommerschlussverkauf: Antwerpens Einzelhandel ist zufrieden

Die Einzelhändler in Antwerpen sind mit dem diesjährigen Sommerschlussverkauf sehr zufrieden. Ein Drittel der Geschäfte in der Hafenmetropole kann SSV-Zahlen vorlegen, die fast dem von vor der Coronakrise entsprechen. Die strengen Ausverkaufsregeln in Belgien sorgen dafür, dass die Kunden beim Shoppen mit Sicherheit Schnäppchen machen können, so die Selbständigen-Gewerkschaft NSZ.

Der Einzelhandel in Antwerpen hat einen SSV hinter sich, der fast an den Ausverkauf 2019 erinnert. Rund ein Drittel der Händler, vor allem die aus dem Bereich Mode und Bekleidung, kann sehr gute Zahlen vorlegen. Dabei geholfen haben auch einige Großveranstaltungen, die das Tall Ships Race und die drei Wochen Tomorrowland in Boom in der Nähe von Antwerpen.

Der Antwerpener NSZ-Regionalverantwortliche Nico Volckeryk sagte dazu gegenüber VRT NWS: „Man darf die drei Wochenenden Tomorrowland nicht unterschätzen. Wir haben viele Festivalbesucher nach Antwerpen locken können. Vor allem Schule und Kleidung liefen gut.“ Nächstes Jahr allerdings wird es aber wieder nur zwei Wochenenden Tomorrowland geben, wie der Bürgermeister von Boom wissen ließ…

Volckeryk führt diesen Erfolg aber auch auf die strengen Ausverkaufsregeln in Belgien zurück: „Wir sind eines der wenigen Länder mit strengen Regelungen zum Beispiel rund um die Dauer der Ausverkaufsperiode. Die Leute wissen, dass sie während dieser Periode mit sehr starken Rabatten rechnen können. Das macht unseren SSV zu einer Handelsmarke, die auch in den Niederlanden aber auch in Frankreich bekannt ist.“ 

Banger Blick auf den Herbst

So zufrieden der Einzelhandel in Antwerpen auf den SSV zurückblickt, der am Sonntag zu Ende gegangen ist, so vorsichtig schaut er in die nahe Zukunft, wie NSZ-Vertreter Volckeryk andeutet: „Sie machen sich Sorgen über die steigenden Energiepreise und über den Konflikt in der Ukraine. Das kann dafür sorgen, dass die Leute mehr sparen. Das erklärt auch teilweise den guten Verkauf. Wir haben beobachtet, dass die Kunden deutlich ihren Fokus auf außergewöhnliche Schnäppchen gelegt haben. Früher erlaubten sich die Kunden eher, auch schon etwas von den neuen Kollektionen zu kaufen, doch das haben wir weniger gesehen. Vielleicht geben die Leute jetzt mehr aus, um im Herbst sparen zu können.“ 

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