Unfall in Temse
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16 Jahre alter Radfahrer angefahren und ums Leben gekommen - Fahrer flüchtet und verursacht weiteren Unfall

In Temse in der Provinz  Ostflandern ist am Montagabend ein 16 Jahre alter Radfahrer ums Leben gekommen. Er wurde von einem Auto an der Brücke über die E17 angefahren und meterweit in eine Böschung geschleudert. Ein Anwohner hörte die Unfallgeräusche und alarmierte die Hilfsdienste. Der Unfallverursacher flüchtete, konnte aber nach einem weiteren Unfall gestellt werden. Der Mann hatte getrunken und Drogen zu sich genommen. Inzwischen wurde Haftbefehl für den Unfallfahrer erlassen.

Als Polizei und Notarzt am Unfallort ankamen, fanden sie den leblosen Körper des Jugendlichen, dessen zerstörtes Fahrrad und ein Skateboard, das der 16-Jährige offenbar mit sich führte.

Kurz nach diesem Unfall wurde die Polizei zu einem weiteren Vorkommen gerufen. Nur rund 2 km weiter, am Ortsrand von Sint-Niklaas, war ein Auto gegen einen Lichtmast geknallt und der Fahrer des Wagens habe versucht, zu fliehen.

Doch die Polizei konnte den Mann, der unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand, rasch fassen. Schnell fanden die Polizisten heraus, dass es zwischen beiden Unfällen einen Link gab, nämlich dessen rotes Autos. In dem Wagen wurden weitere Drogen entdeckt.  

Der Autofahrer wurde festgenommen, konnte am Morgen aber noch nicht vernommen werden, denn durch Drogen und Alkohol wäre er dazu nicht fähig gewesen. Die Verhöre begannen erst im Laufe des Nachmittags. Sein Führerschein wurde erstmal eingezogen.

Am Mittwoch fand in der Schule in Sint-Niklaas, in die der bei dem Unfall ums Leben gekommene Jugendliche ging, eine Gedenkfeier statt, zu der seine Mitschüler und seine Lehrpersonen eingeladen werden. 

Unfall in Sint-Niklaas
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Haftbefehl für den Unfallfahrer

Am Mittwoch beschloss der Untersuchungsrichter von Dendermonde, der in diesem Fall durch den Gerichtsbezirk zuständig ist, Haftbefehl gegen den Unfallfahrer zu erlassen. Er bleibt demnach in Untersuchungshaft und gegen ihn wird u.a. wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Der Anwalt des Unfallfahrers, der vor seiner fatalen Autofahrt sowohl getrunken, als auch gekifft hatte, gab an, sein Mandant sei untröstlich über das, was geschehen sei: „Er fühlt sich schrecklich. Er hat selbst eine 5 Jahre alte Tochter. Das macht sein Opfer nicht wieder lebendig, doch das ist eine Geschichte von Reue nach einer Sünde…“ 

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