Jasper Jacobs

Kekshersteller Lotus baut neue Fabrik in Thailand

Die neue Fabrik soll Kekse für den stark wachsenden Mark in Asien herstellen. Arbeitsplätze in Belgien sollen dadurch nicht gefährdet sein. 

Die Lotus Bakeries aus dem ostflämischen Dorf Lembeke in der Nähe von Kaprijke expandiert weiter. Nachdem der Hersteller der berühmten Speculoos bereits vor drei Jahren eine Fabrik in den USA eröffnet hatte, soll jetzt in Thailand ein zweiter Produktionsort im Ausland entstehen. Jan Boone, Geschäftsführer der Lotus Bakeries, begründet das wie folgt:

„15 Prozent der Speculoos, die wir jetzt in Belgien produzieren, sind bereits für Asien bestimmt. Das sind große Mengen, und deshalb scheint es uns aus wirtschaftlichen, aber auch ökologischen Gründen sinnvoller, die Kekse vor Ort herzustellen.“

China ist unser am schnellsten wachsender Markt.

Jan Boone, Geschäftsführer von Lotus

Lotus hat deshalb ein Grundstück in Thailand gekauft. Die neue Fabrik soll drei bis vier Produktionslinien haben, 200 Mitarbeiter sollen zunächst eingestellt werden. 2026 sollen die ersten Speculoos in Thailand vom Band laufen. Platz genug, die Fabrik bei Bedarf zu vergrößern, sei auch vorhanden. „Das Land, das wir gekauft haben, ist groß genug, um noch weiter zu expandieren", sagt Boone.

Vor allem China haben die Ostflamen mit ihrer Ost-Expansion im Blick. „China ist unser am schnellsten wachsender Markt“, erklärt Boone. Der Standort Thailand sei aber nicht nur in Hinblick auf China gewählt. „Die Fabrik wird sehr zentral liegen, so dass wir den Rest Asiens und sogar Australien und Neuseeland problemlos von dort aus bedienen können“, sagt der Lotus-Geschäftsführer.

Die Produktion im Lembeke bleibt gewährleistet.

Jan Boone, Geschäftsführer von Lotus

Die Mitarbeiter in Stammwerk in Lembeke hätten durch den Bau des neuen Werks in Thailand nichts zu befürchten, betont Boone: „Die Produktion im Lembeke bleibt gewährleistet, wir wollen in Zukunft sogar noch weiter expandieren", sagt er. Und fügt hinzu: „Wir werden hier Kekse für Europa und den Nahen Osten herstellen. Seit zehn Jahren wachsen wir weltweit jedes Jahr um zehn Prozent. Die Verlagerung der Produktion nach Asien wird also kaum Auswirkungen haben.“

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