Täglich erhalten 34 Fahrradfahrer in Belgien ein Knöllchen

Durchschnittlich 34 Fahrradfahrer pro Tag mussten im vergangenen Jahr in Belgien ein Bußgeld bezahlen. Technische Mängel am Rad waren der häufigste Grund.

Insgesamt wurden genau 12.517 Bußgelder gegen Radfahrer im vergangenen Jahr verhängt. Das schreibt die Zeitung „Het Nieuwsblad“ mit Verweis auf Zahlen aus dem Innenministerium.

Mit 2.563 Knöllchen waren technische Mängel Grund Nummer eins, warum Fahrradfahrer von der Polizei zur Kasse gebeten wurden. Häufige Mängel waren das Fehlen von Fahrradlichtern oder nicht funktionierende Bremsen. Ein ähnlicher Verstoß, aber in der Statistik gesondert aufgeführt: Fahren ohne Licht. 1.240 Mal mussten Fahrradfahrer dafür bezahlen, dass sie ihr Licht nicht angeschaltet hatten oder es nicht funktionierte.

Telefonieren beim Radfahren wird geahndet

2 064 Radfahrer mussten Geld bezahlten, weil sie bei rot oder gelb über eine Ampel gefahren waren. Wegen der Benutzung des Smartphones während des Fahrens wurden 1.170 Bußen gegen Radfahrer im vergangenen Jahr verhängt.

Außerdem zu bemerken: 360 Bußen gab es wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss. 150 Bußgelder wurden eingefordert, weil ein Fahrradfahrer freihändig fuhr. Das ist offiziell genauso verboten wir das Fahren auf dem Fahrrad, während man gleichzeitig ein Tier an der Leine hält.

Verband: Höhe der Bußgelder fraglich

Grundsätzlich positiv reagierte der flämische Bund der Radfahrer (Fietsersbond) auf die Tatsache, dass auch Radfahrer von der Polizei kontrolliert werden. Fraglich sei jedoch, ob Fahrradfahrer genauso hart bestraft werden sollten wie Autofahrer, teilt der Verband mit. Er fordert eine „gesellschaftliche Debatte“ über die Höhe der Bußgelder, die an Radfahrer verhängt werden. 

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