Jens D'Haeseleer

Nester von Asiatischen Hornissen entfernen? Dafür hat das flämische Bieneninstitut kein Geld mehr

Das flämische Bieneninstitut hat die Vernichtung von Nestern von Asiatischen Hornissen vorzeitig beenden müssen. Die Einrichtung hat kein Geld mehr, um die Arbeit der ehrenamtlichen und der professionellen Kräfte zu finanzieren. Auch eine Dringlichkeitssitzung mit der Umwelt- und Landwirtschaftsbehörde brachte keine Lösung. Das ist umso problematisch, als dass Angriffe dieser Hornissenart auch lebensgefährlich für Menschen enden können.

Beim flämischen Bieneninstitut gehen pro Tag bis zu 10 Meldungen zu Nestern dieser Hornissen ein und inzwischen sind dieses Jahr bereits rund 300 Nester vernichtet worden. Doch angesichts der hohen Zahl an neuen Meldungen geht René De Backer, der Vorsitzende des Instituts, von hunderten weiteren Nestern aus, die man eigentlich vernichten müsste.

Dabei geht es nicht nur darum, die hiesige Biodiversität zu gewahren, also die heimischen Bienenarten zu schützen, sondern auch darum, dass Angriffe von Asiatischen Hornissen auch für Menschen unter Umständen lebensgefährlich sein können. De Backer rät dazu, mindestens 4 bis 5 Meter Abstand von Nestern von Asiatischen Hornissen einzuhalten.

In den vergangenen zwei Wochen mussten alleine in Flandern 4 Personen nach Stichen dieser Hornissen in Krankenhäuser gebracht werden. Eine Dringlichkeitssitzung mit der Umwelt- und Landwirtschaftsbehörde brachte erst einmal keine Lösung, doch Landesagrarminister Jo Brouns (CD&V) ließ wissen, dass man sich erneut mit allen Beteiligten an einen Tisch setzen sollte, um die Prioritäten neu zu besprechen und entsprechend zu ergänzen. 

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