Invasion von Blumenkohlquallen in Nieuwpoort

In der Nordsee bei Nieuwpoort sind Tausende der so genannten Blumenkohlquallen entdeckt worden. Für den Menschen sind sie harmlos. 

„Wir können davon ausgehen, dass einige der Quallen bald an unsere Strände gespült werden. Aber zum Glück stechen sie nicht." Naturführer beim flämischen Naturschutzverein Natuurpunt Luc David beruhigt. Er hatte die Quallen am Sonntag im Hafenkanal von Nieuwpoort entdeckt.

„Anfang der Woche hatte ich schon mal zwei Blumenkohlquallen gesehen, aber das ist nichts Besonderes“, erzählt er. Denn wenn es wärmer ist, würde diese Art von Quallen öfter mal an der belgischen Küste gesichtet. Was David diesmal überrascht hat, war die Menge der Quallen. „Es waren wohl einige Tausende. Einige waren noch sehr klein, andere waren so groß wie zwei Hände“, berichtet er. 

Die Qualle sieht aus wie die Glatze eines Mannes: eine Kugel, die in der Sonne glitzert.

Luc David, Experte Natuurpunt

Als David zwei Stunden später zum Hafenkanal zurückkam, waren die Quallen verschwunden. Auch das sei nicht ungewöhnlich. „Das hat mit der Strömung zu tun, diese Quallen bewegen sich sehr schnell im Wasser“, sagt er. Wegen ihrer großen Beweglichkeit werden die Blumenkohlquallen wohl auch Ballerinen der Meere genannt.

Wenn die Blumenkohlquallen tatsächlich in den nächsten Tagen an die Strände gespült würden, müsse man sich nicht vor ihnen fürchten. Die glitschigen Kreaturen seien zwar kein schöner Anblick, aber für den Menschen völlig ungefährlich. „Wenn sie an Land gespült ist, sieht sie aus wie die Glatze eines Mannes: eine kleine Kugel, die in der Sonne glitzert“, erklärt David.

Trotzdem rät der Naturexperte davon ab, die Quallen anzufassen. „Man weiß nie, ob man nicht versehentlich eine andere Quallensorte erwischt, die stechen kann“, sagt David. Und da könne dann schnell sehr schmerzhaft werden. 

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