Nach Salmonellen: Bei Barry Callebaut in Wieze wird wieder Schokolade produziert

Sechs Wochen nach dem Abbruch der Produktion nachdem Salmonellen im Herstellungsprozess festgestellt wurden, laufen im größten Schokoladenwerk der Welt wieder die Maschinen und es wird wieder Schokolade produziert. Am 27. Juni mussten bei Barry Callebaut im ostflämischen Wieze die Bänder angehalten werden, um alle Installationen gründlich zu reinigen. Einige der insgesamt 24 Produktionslinien können seit Montag wieder arbeiten.

In Wieze in Westflandern stellt Barry Callebaut unter anderem Produkte her, die andere Schokoladenproduzenten als Basis für ihre eigenen Produkte nutzen. 

Die Schließung nach dem Salmonellen-Fund und die anschließende Grundreinigung der Werkshallen seien eine enorme Herausforderung gewesen, sagte Korneel Warlop, der Sprecher von Barry Callebaut, gegenüber VRT NWS: „Die Fabrik in Wieze ist nicht nur die größte Schokoladenfabrik der Welt. Sie ist auch das Herz der belgischen Schokoladenproduktion.“

Die meisten Mitarbeiter haben sich an der Grundreinigung der Werkshallen beteiligt und nur wenige waren im genannten Zeitraum befristet technisch Arbeitslos: „Unsere Leute sind sehr flexibel gewesen und haben alle an der Reinigung mitgearbeitet. Insgesamt geht es dabei um 600 Kollegen und um 150 Externe. Einige haben freiwillig ihren Urlaub umgeplant, also die Solidarität ist sehr groß.“

Wir setzen natürlich alles daran, um den Impakt für unsere Kunden zu beschränken. So arbeiten wir auf eine unternehmerisch kreative Art und Weise mit unseren Kunden zusammen, um gemeinsam diese schwierige Periode zu überbrücken.“

Barry Callebaut-Sprecher Korneel Warlop

Der Neustart der Produktion verläuft in Phasen, so Warlop. Jede Woche kommen weitere Produktionslinien hinzu: „Derzeit läuft die Produktion schon auf einigen der 24 Linien. Doch auf die totale Kapazität müssen wir noch etwas warten, doch diese Woche können wir schon einige Kunden beliefern.“ Es können natürlich bei den Kunden von Barry Callebaut weiterhin einige Löcher entstehen, was auch im Einzelhandel zu Problemen führen kann, z.B. können einige Produkte vorerst nicht geliefert werden.

Das könnte auch Schokoprodukte zu Nikolaus im Dezember betreffen, denn diese werden normalerweise zwischen August und September hergestellt: „Wir setzen natürlich alles daran, um den Impakt für unsere Kunden zu beschränken. So arbeiten wir auf eine unternehmerisch kreative Art und Weise mit unseren Kunden zusammen, um gemeinsam diese schwierige Periode zu überbrücken.“ 

BELGA/DECONINCK

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