Arterra / Philippe Clément

Die Zucker-Raffinerie Tienen stellt täglich 40 Tankwagen Sprühwasser zur Verfügung

Die Zucker-Raffinerie Tienen in der gleichnamigen Stadt in Flämisch-Brabant stellt ihr gereinigtes Restwasser aus der Produktion Landwirten, den kommunalen Gründiensten und anderen möglichen Abnehmern zur Verfügung. Pro Tag geht es dabei um rund 1 Million Liter bzw. um etwa 40 Tankwagen. Am Freitagvormittag wurde wieder Wasser in Tienen ausgegeben.

Die Zuckerfabrik in Tienen nutzt ihr Restwasser bereits seit Jahren für andere Zwecke und lässt es nicht einfach abfließen. Seit den 1980er Jahren wird das Wasser gefiltert und seit 2018 stellt das Unternehmen dieses gesäuberte Wasser auch anderen Abnehmern zur Verfügung. Dazu gehören seit dem Landwirte und die Gründienste der umliegenden Gemeinden.

Angesichts der aktuellen Trockenheit und Dürre steigt auch in der Raffiniere die Nachfrage nach diesem Wasser und dort hat man sich entschieden, das Angebot zu erweitern.

Wasser gehöre zur DNA der Zuckerfabrik, so Direktor Jan Ingels: „Eine Zuckerrübe besteht zu 75 % aus Wasser. Dieses Wasser wird im Zuge der Rübenkampagne aufgefangen und als Wasch- oder Prozesswasser wiederverwertet.“ In der Zucker-Raffinerie Tienen wird die gesamte Wasserverwendung optimal genutzt. Wasser wird, wo es möglich ist, aufgefangen, gefiltert und wiederverwertet. Was Am Ende des Produktionsprozesses übrig bleibt, wird als Sprühwasser zur Verfügung gestellt.

Im Zuge der aktuell zunehmenden Dürreproblematik baut Zucker Tienen die Möglichkeit, Wasser wiederzuverwerten und abzugeben, weiter aus. Plan ist, gemeinsam mit der flämischen Wassergesellschaft Watergroep auch Trinkwasser zu produzieren. Das Projekt, mit dem bis zu 10.000 Haushalte mit Trinkwasser aus der Zuckerfabrik versorgt werden sollen, wurde „De Tiense Watervelden“ („Die Wasserfelder von Tienen“) getauft…

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