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Brüsseler Blumenteppich drei Tage auf der Grand Place zu bewundern

Nach vier Jahren Pause bedeckt zurzeit wieder ein großer Blumenteppich die Grand Place im Brüsseler Stadtzentrum. 

Rund 100 Freiwillige hatten die rund 400.000 Blumen am Freitag auf der Grand Place verlegt, wo der Teppich am Abend mit einer Musik- und Lichtshow offiziell eingeweiht wurde. Bis Montag wird er dort ausgelegt sein. Einen besonders guten Blick auf die Blumenpracht hat man vom Balkon des Rathauses. Der ist eigens zu diesem Zweck für Besucher geöffnet.

Im Hochzeitssaal des Rathauses haben Künstler aus verschiedenen Ländern zudem noch ein Atomium aus Blumen gebaut, das ebenfalls für Montagabend zu bewundern sein wird. Jeden Abend wird es auf der Grand Place eine ähnliche Musik- und Lichtshow wie zur Einweihung am Freitagabend geben. 

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Der Brüsseler Blumenteppich wird seit 1971 in der Regel alle zwei Jahre ausgelegt. Vor zwei Jahren konnte das Ereignis wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Dieses Jahr soll das Überschreiten des 50-jährigen Bestehens des Teppichs gefeiert werden: Der Teppich enthält deshalb Figuren und Formen, wie sie auf dem allerersten Teppich vor 51 Jahren zu sehen waren. Der künstlerische Entwurf entstammt aus einer Zusammenarbeit zwischen der mexikanischen Künstlerin Roo Aguilar Aguado und dem flämischen Künstler Koen Vondenbusch, einem Schüler von Étienne Stautemas der den allerersten Blumenteppich in Brüssel entworfen hatten. 

Beide verbrachten über 280 Stunden damit, das Muster des Teppichs mit dem Titel „Arabesques“ aus dem Jahr 1971 anhand der handgezeichneten Entwürfe von Étienne Stautemas zu rekonstruieren. Die Arabesken, die sein Markenzeichen waren, wurden mithilfe moderner Techniken nachgebildet.

Die Idee zum Brüsseler Blumenteppich entstand 1970, als zwei Brüsseler Stadträte einen Blumenteppich in Oudenaarde in Ostflandern entdeckten. Schon ein Jahr später wurde dann auch in Brüssel der allererste Blumenteppich gelegt. 

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