Einladungen für neuen Corona-Booster ab heute in Flandern

Ab diesem Freitag versendet die flämische Gesundheitsbehörde Einladungen an die Bürger, um sich die neue Boosterimpfung gegen das Corona-Virus setzen zu lassen. Die ersten Impfungen werden ab dem 12. September gespritzt. Vorrang haben alle Personen ab 65 Jahren. 

Personen, denen bei einer Infektion mit dem Corona-Virus eine besonders schwere Erkrankung droht, werden in Flandern zuerst eine Einladung für eine Auffrischungsimpfung erhalten. Zu dieser Gruppe gehören alle Personen ab 65 Jahren.  

Über 80-Jährige, die zu Beginn des Sommers eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, wird empfohlen, sich erneut impfen zu lassen. Allerdings müssen mindestens drei Monate seit der letzten Impfung vergangen sein. Wer sich erst kürzlich mit dem Virus infiziert hat, muss zwei Wochen warten.  

Neben den über 65-Jährigen werden bei der Auffrischungsimpfung im Herbst auch Menschen mit einer Immunschwäche und Pflegepersonal vorgezogen. Erst danach erhalten alle Flamen zwischen 18 und 65 Jahren eine unverbindliche Einladung. Empfohlen wird die Boosterimpfung  in dieser Altersgruppe wohl Personen, die mit Menschen aus gefährdeten Gruppen zusammenleben, schwangeren Frauen, Personen zwischen 50 und 64 Jahren, die übergewichtig sind, rauchen oder viel Alkohol trinken sowie Personen mit gesundheitlichen Problemen.  

Bis Ende September sollen alle Personen der "Risikogruppen" geimpft sein.  

Per Brief und E-Mail

Wie früher wird eine Einladung per Brief verschickt. Diejenigen, die bei der föderalen My eBox und/oder in Flandern bei Mijn Burgerprofiel registriert sind, erhalten ebenfalls eine elektronische Einladung. In der Einladung sind das Impfzentrum und der Impfstoff angegeben. 

In den meisten Einladungen sind auch ein Datum und eine Uhrzeit angegeben. Diese Angaben können jedoch auf Wunsch geändert werden.  

Wer sich auf der QVAX-Plattform anmeldet, kann sich schneller impfen lassen, sofern es einen Überschuss an Impfstoffen gibt.

mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna

Beide Hersteller haben Impfstoffe entwickelt, die auch gegen die Omicron-Variante schützen. 

Der Löwenanteil der verabreichten Impfstoffe wird von Pfizer hergestellt. Sollte die modifizierte Version des Impfstoffs bis zum 12. September nicht zugelassen sein, wird der ursprüngliche Impfstoff (von dem bekannt ist, dass er gegen Omicron wirksam ist) verwendet. 

In Brüssel und in der Wallonie: nur für Personen ab 50

Sowohl in Brüssel als auch in der Wallonie werden nur Personen ab 50 Jahren eine Einladung zur Auffrischungsimpfung erhalten. Die ältesten Bürger sowie Personen mit einer Immunschwäche und Personen im Gesundheitswesen werden vorrangig behandelt.  

Personen, die jünger als 50 Jahre sind, können einen Termin für eine Auffrischungsimpfung vereinbaren. Sie erhalten jedoch keine Einladung.

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