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Der Verband der privaten Betreiber von Wohn- und Pflegeheimen in Flandern fordert einen Heizzuschuss

VLOZO, der Dachverband der kommerziell geführten Wohn- und Pflegeheimen in Flandern fordert von Landeswohlfahrtsministerin Hilde Crevits (CD&V) einen Zuschuss von 60 Mio. €, u den kommenden Winter während der Energiekrise überbrücken zu können. 

Laut VLOZO sei das die Summe, die notwendig sei, um die gestiegenen und weiter steigenden Energierechnungen begleichen zu können. Familien und Unternehmen könnten ihre Heizungen herabsetzen, um Gas und Strom zu sparen, hieß es dazu, doch in den Wohn-, Senioren- und Pflegeheimen sei dies nicht möglich.

Dass dies nicht möglich ist, liegt an einem Gesetz auf flämischer Landesebene, das besagt, dass in solchen Einrichtungen, ob privat geführt oder in der öffentlichen Hand, im Herbst und im Winter in den Zimmern der Bewohner eine Temperatur von mindestens 22°C herrschen muss.

Dies anzupassen ist in den Augen des Verbandes keine gute Idee, wie VLOZO-Sprecher Johan Staes gegenüber VRT NWS sagte: „Wir reden hier über ältere und sensible Personen, wie häufig stillsitzen und die nicht selten an Krankheiten leiden. Überdies wollen wir nicht riskieren, dass deren Familien oder die Bewohner selbst elektrische Heizöfen oder Heizdecken nutzen, um sich zu wärmen. Dann würde die Brandgefahr erhöhen.“

Ein solches Wohnheim verbraucht nach Angaben von VLOZO-Sprecher Staes rund 1 Million Megawatt Energie pro Jahr. Im Juli 2021 kostete dies eine Einrichtung rund 2.000 € für Strom. Heute seien diese Rechnungen auf rund 7.000 € gestiegen: „Und bei Gas ist es noch schlimmer…“ Auch Zorgnet-Icuro, Flanderns größtes Pflegenetzwerk, dass die entsprechenden Einrichtungen der öffentlichen Hand bzw. die von Einrichtungen ohne Erwerbszweck vertritt, forderte bereits einen solchen Zuschuss zur Begleichung der Energiekosten. 

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