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Belgien: Protestaktion der Gewerkschaften für mehr Kaufkraft - Nahverkehr betroffen

Die Gewerkschaften in Belgien hatten für diesen Mittwoch zu einer landesweiten Protestaktion gegen die hohen Lebenshaltungskosten und für mehr Kaufkraft aufgerufen. In Brüssel fand eine Kundgebung statt und in einigen Sektoren kommt es zu Streiks. Davon sind Teile des öffentlichen Nahverkehrs und der Nationalflughafen in Zaventem betroffen.

Bei den ÖPNV-Betrieben De Lijn in Flandern, MIVB/STIB in Brüssel und TEC in der Wallonie kam es an diesem Mittwoch zu Einschränkungen im Angebot (Video unten). Davon ist allerdings die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB nicht betroffen. Probleme gab es aber auch am Brussels Airport in Zaventem.

Die drei großen belgischen Gewerkschaften ACV (christlich), ABVV (sozialistisch) und ACLVB (liberal) warten mit mehreren Forderungen auf. Sie fordern die Abschaffung der Lohnnorm, die mit einer Deckelung von den Sozialpartnern festgelegt wird, mehr Steuergerechtigkeit und eine Beibehaltung der Indexierung der Löhne und Gehälter.

Ein weiteres Thema der Arbeitnehmervertreter sind die hohen Lebenshaltungskosten bzw. die mangelnde Kaufkraft der Beschäftigten, was sich gerade dramatisch bei den hohen Energiekosten und der steigenden Inflation zeige. Von Seiten der Gewerkschaften heißt es, dass die verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen der Regierungen in Bund, Ländern und Regionen für die privaten Haushalte und die Unternehmen bei weitem nicht reichen würden.

Die Gewerkschaften kamen am Mittwoch zu einer Kundgebung im Brüsseler Stadtzentrum zusammen und zwar am Platz der Börse (Fotos). Die Veranstalter rechneten mit bis zu 10.000 Teilnehmern und so viele Teilnehmer aus dem ganzen Land werden es auch gewesen sein. Dieser Aktionstag sei erst der Anfang, so die Gewerkschaftsfront. Am 9. November soll ein Generalstreik stattfinden. 

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