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Energiekrise: Flanderns Schulen bitten die Landesregierung um Hilfe beim Heizen

Die steigenden Preise für Gas und Strom treffen so ziemlich alle Bereiche unserer Gesellschaft, so auch die Schulen. Die Schulträger aus dem flämischen Unterrichtswesen bitten die Landesregierung jetzt um Unterstützung. Die Regierung will am Freitag im Rahmen ihrer Kabinettssitzung genau darüber beraten.

Die verschiedenen Schulträger im belgischen Bundesland Flandern befürchten, dass die Unkosten für Strom und vor allem für das Heizen mit Gas alle Mitten auffressen, die ihnen zur Verfügung stehen. Sie gehen davon aus, dass den Schulen über kurz oder lang das Geld ausgeht, um Unterrichtsmaterial, Gebäudeunterhalt oder Klassenfahrten zu bezahlen.

Die Schulträger fordern einerseits, dass die Zuschüsse für das Bildungswesen dem Index angepasst werden (und in Zukunft stets mit indexiert werden) und andererseits plädieren sie für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Elektrizität auf 6 %, wie dies zu Coronazeiten der Fall war und wie dies für die Wirtschaft möglicherweise im Zuge dieser Energiekrise geplant wird. 

Vor 3 Jahren hatten wir Energiekosten von 300.000 € jährlich. Heute sind das 1,6 Mio. €.“

Toon Verlaert, Direktor der PIVA-Hotelfachschule Antwerpen

Wie dramatisch die Lage sein kann, zeigt ein Beispiel aus dem Bereich Berufsschule. Das PIVA-Institut der Provinz Antwerpen ist eine Hotelfachschule, in der u.a. Bäcker und Köche ausgebildet werden (Foto unten). Hier weiß man schon jetzt nicht mehr, wie die Unkosten für Energie zu stemmen sind.

Mehrere Backöfen müssen rund um die Uhr angeheizt bleiben, es gibt zahlreiche Gasöfen und gasbetriebene Kochstellen und -herde, die ständig genutzt werden und nicht zuletzt bleiben Kühl- und Eisschränke stets am Netz.

Auch wenn das PIVA-Institut seit einiger Zeit über energiesparende Geräte verfügt, reicht das Geld nicht mehr. PIVA-Direktor Toon Verlaert erklärte gegenüber VRT NWS: „Vor 3 Jahren hatten wir Energiekosten von 300.000 € jährlich. Heute sind das 1,6 Mio. €. Der Funktionszuschuss der Provinz Antwerpen beträgt pro Jahr 800.000 €. Wir verbrauchen also 200 % unseres Zuschusses alleine für die Energiekosten…“ 

PIVA ANTWERPEN

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