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Dutzende Opfer von Menschenhandel auf Baustellen rufen um Hilfe

Etwa 100 Opfer von Menschenhandel haben am Freitagvormittag vor dem Kabinett von Flanderns Wohlfahrtsministerin Hilde Crevits (CD&V) um Hilfe gerufen. Dabei handelt es sich um Arbeiter aus dem Ausland, die über dubiose Subunternehmen auf der Baustelle des österreichischen Chemiekonzerns Borealis im Antwerpener Hafen beschäftigt waren.

Vor rund zwei Monaten hatte die belgische Sozialinspektion festgestellt, dass diese Arbeiter auf dieser Baustelle ausgebeutet wurden und faktisch illegal in unserem Land beschäftigt wurden. 

Sie lebten unter prekären Umständen und wurden unterbezahlt. Inzwischen kümmert sich die Vereinigung „Payoke“ um diese hier gestrandeten Menschen. Diese Vereinigung befasst sich mit Opfern von Menschenhandel in Belgien.

Insgesamt, so „Payoke“, halten sich in Antwerpen 174 Opfer der illegalen Beschäftigung bei Borealis auf, doch die Vereinigung verfügt nicht über ausreichende Mittel, um all diesen Leuten zu helfen. 

Deren Anwältin Mike Van Laer sagt: „Sie haben nicht, sie überleben mit Spenden, niemand nimmt sie auf, sie haben keine Aufenthaltsgenehmigung und keine Arbeitserlaubnis. Keines der Rechte, die ein Opfer von Menschenhandel haben sollte, wird ihnen zuteil.“ 

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