Gehen in Ihrer Gemeinde bald die Straßenlampen aus? Fluvius macht Angebot zur Senkung der Stromrechnungen

Alle flämischen Gemeinden haben ein Angebot des Netzbetreibers Fluvius erhalten, um die Straßenbeleuchtung nachts abzuschalten. Sie könnten etwa ein Drittel ihrer Stromrechnung einsparen. Die Gespräche zwischen Nachbargemeinden sind nun in vollem Gange. Der Lichtschalter wird von mehreren Gemeinden zusammen bedient. Sie müssen sich also einigen.

Keine öffentliche Beleuchtung mehr zwischen 23.00 und 5.00 Uhr an Wochentagen, aber wohl noch Freitag- und Samstagnacht. Das schlagt Netzbetreiber Fluvius jetzt den Gemeinden in Flandern vor, wie Het Nieuwsblad berichtet und von der VRT-NWS-Redaktion bestätigt wird. 

Es ist leider nicht so einfach, die öffentliche Beleuchtung auszuschalten, um Strom zu sparen, meinen einige Bürgermeister. Sie befürchten Unmut oder sogar Proteste der Anwohner. Die Forschung hat gezeigt, dass die Sicherheit nach Einbruch der Dunkelheit nicht abnimmt. Aber das Gefühl der Unsicherheit nimmt zu. 

Etwa ein Drittel der Stromkosten sparen

"Die Gemeinden müssen sich mit ihren Nachbargemeinden einigen", sagt Bart Wouters von Fluvius. "Die öffentliche Beleuchtung befindet sich in Schaltkreisen, die Gemeindegrenzen überschreiten. Das bedeutet, dass mehrere Gemeinden gemeinsam entscheiden müssen, ob die Straßenlampen nachts an- oder ausbleiben.” 

Andere Lösungen wären möglich, aber schwieriger umzusetzen. Zum Beispiel können LED-Leuchten gedimmt werden, anstatt sie auszuschalten. Inzwischen ist jede dritte Straßenleuchte durch eine LED-Leuchte ersetzt worden, bis 2030 sollen es alle sein.

Alle das Gleiche oder maßgeschneidert?

Meinungsverschiedenheiten gibt es auch über die Umsetzung: Sollen alle Gemeinde die gleichen Maßnahmen treffen oder muss man besondere Beleuchtungsbedürfnisse wie ein Fahrradtunnel oder eine schwierige Kreuzung in einer Gemeinde? 

Die Bürgermeister in der Gegend von Dendermonde haben einen Grundsatzbeschluss gefasst. Jeder von ihnen möchte in seiner Gemeinde die gleichen Einsparungen erzielen. Aber die einzelnen Stadträte müssen den Plan jetzt konkretisieren.  

"Wir haben die flämische Regierung in einem Schreiben gebeten, Stellung zu nehmen", sagt Bürgermeister Piet Buyse. "Es wäre ein gutes Signal, wenn alle 300 flämischen Gemeinden das Gleiche tun würden. Das ist für die Bürgerinnen und Bürger klar, und wir alle müssen sparen."

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