Van Quickenborne reagiert auf Drohungen: "Kriminelle fühlen sich in die Enge getrieben, zurecht.”

"In unserem demokratischen Rechtsstaat werden wir uns niemals der Gewalt beugen", antwortete der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) über Facebook auf die Drohung gegen ihn, die zu drei Festnahmen in den Niederlanden führte. "Die Kriminellen fühlen sich in die Enge getrieben, zurecht. Denn wir werden die organisierte Kriminalität weiter bekämpfen, mit mehr Personal und Mitteln als bisher.” 

Minister Van Quickenborne reagierte in einem Facebook-Post auf die Nachricht. "Machen Sie sich vor allem keine Sorgen: Meine Familie und ich sind in Sicherheit und in guten Händen", schrieb er: "Diese Drohung richtet sich gegen mich als Justizminister und niemanden sonst. Die Behörden haben schnell gehandelt und die Verdächtigen festgenommen. Als Vorsichtsmaßnahme muss ich bis auf Weiteres strenge Sicherheitsauflagen einhalten und kann in den nächsten Tagen nicht an einigen Aktivitäten teilnehmen.”  

Van Quickenborne sagt, seine Hauptsorge gelte jetzt seiner Frau und seinen Kindern. "Die Leute, die dahinter stecken, erreichen das Gegenteil von dem, was sie beabsichtigen. Das bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass wir weiter kämpfen müssen. Die Kriminellen fühlen sich in die Enge getrieben, zurecht. Denn wir werden die organisierte Kriminalität weiter bekämpfen, mit mehr Personal und Mitteln als bisher."

"Dieses Mal war ich das Ziel. Leider werden viele Leute bei Polizei und Justiz mit Drohungen konfrontiert. Jeder, der sich der Bekämpfung der organisierten Kriminalität verschrieben hat, weiß, dass dies unweigerlich mit Risiken verbunden ist", heißt es darin. "In unserem demokratischen Rechtsstaat werden wir uns niemals der Gewalt beugen." 

Premierminister De Croo: "Völlig inakzeptabel"

Premierminister Alexander De Croo (flämische Liberale, Open VLD) nannte die Drohung gegen Justizminister Van Quickenborne "völlig inakzeptabel". De Croo stand bereits in Kontakt mit seinem Parteikollegen und bekräftigte danach, dass man sich von niemandem einschüchtern lasse. Die Arbeit geht weiter, sagte er. 

Der Premierminister dankte auch den belgischen Sicherheits- und Nachrichtendiensten und ihren niederländischen Kollegen für ihre Zusammenarbeit in den vergangenen Stunden und Tagen. 

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