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Das Institut für Tropische Medizin in Antwerpen eröffnet ein Forschungszentrum für Impfstoffe

Das Institut für Tropische Medizin in Antwerpen hat mit einem Forschungszentrum für Impfstoffe eine neue Abteilung eröffnet. Hier sollen neue Impfstoffe getestet werden, aber auch neue Medikamente und neue Behandlungsmethoden bei Infektionskrankheiten. Aktuell befasst sich das Zentrum mit Impfstoffen gegen Corona und gegen HIV, doch in Zukunft soll es hier auch um Mittel gegen Tollwut, Affenpocken und Ebola gehen.

Die Impfstoffe werden in diesem Forschungszentrum an verschiedenen Probanden getestet, sprich an Patienten und an freiwillig an solchen Test teilnehmenden gesunden Personen. Ziel dieser neuen Abteilung am Institut für Tropische Medizin in Antwerpen ist u.a. die Gesundheit in Ländern zu verbessern, in denen die Einkommen besonders niedrig oder nicht besonders hoch sind, in denen aber tropische Krankheiten herrschen, die auch durch den Klimawandel entstehen. 

Durch die allgemeine Globalisierung kommen solche Krankheiten immer häufiger auch in unseren Breitengraden vor, was den Nutzen für Belgien selbst auch unterstreicht. In diesem Zentrum werden neue Impfstoffe ambulant getestet, wie Yven Van Herrewege, der Leiter der neuen Abteilung zu verstehen gibt: „Die Testpersonen, die daran mitarbeiten, übernachten nicht hier. Sie werden hier geimpft und können wieder nach Hause gehen, wo sie trotzdem genau beobachtet werden.“

Ambulante Tests und enge Kooperation mit Vaccinopolis

Gesunde mögliche Probanden könnten sich jederzeit im Zentrum melden, wenn ein Interesse an einer solchen Tätigkeit bestehe, so Yven Van Herrewege. Diese werden von einem Dutzend Medizinstudenten und Pflegern begleitet, die über deren Sicherheit wachen und die die Effektivität der Behandlung kontrollieren. Das neue Institut wird eng mit Vaccinopolis zusammenarbeiten, einem Impf-Forschungszentrum der Universität Antwerpen (UA), das im März 2022  am Campus „Drie Eiken“ in Edegem eröffnet wurde (siehe nebenstehenden Beitrag).

Das neue Test- und Forschungszentrum wurde unter anderem von der Initiative „De Vlaamse Veerkracht“ (etwa „Die Flämische Widerstandskraft“) der flämischen Landesregierung gefördert. Dies ist ein Projekt, dass im Zuge des Wiederaufbauplans nach Corona ins Leben gerufen wurde. Diese Einrichtung trug mit 550.000 € zum Einrichten des Zentrums bei. 

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