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3M hat eine erste Tranche des Schadensersatzes nach der PFOS-Verseuchung in Zwijndrecht überwiesen

Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) lässt wissen, dass der US-Chemiekonzern 3M eine erste Zahlung für den Schadensersatz nach der PFOS-Verseuchung rund um das Werk in Zwijndrecht bei Antwerpen überwiesen habe. Dabei handelt es sich um eine Tranche von 100 Mio. €

3M hatte im vergangenen Sommer eine Übereinkunft zur Sanierung der Umgebung der Chemiefabrik in Zwijndrecht mit der flämischen Landesregierung unterzeichnet und sich dazu verpflichtet, 571 Mio. € in die Entfernung von PFOS zu investieren, um die Verschmutzung zu beseitigen. Von dieser Summe fließen jetzt 100 Mio. € direkt an die Landesregierung, die dieses Geld nutzen will, um PFAS- oder PFOS-Verseuchungen an anderen Stellen in Flandern zu beseitigen bzw. dort Bodensanierungen durchführen zu können.

Die weiteren Gelder fließen an Betroffene und an die Gemeinden rund um das Werk. Inzwischen wird darüber spekuliert, wie lange 3M noch überleben kann, denn im eigenen Land, in den USA, sind zahlreiche weitere Fälle von schwerer Umweltverschmutzung ans Tageslicht gekommen, wegen denen es zu Millionenprozessen gekommen ist. Falls 3M an den Folgen der selbst verursachten Umweltverschmutzungen pleitegeht, muss - auch in Flandern - der Steuerzahler für die Sanierung aufkommen.   

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