Paletten mit Leffe-Bierkästen
AP2010

AB InBev: Leffe-Bier wird dann doch nicht mehr in Russland gebraut

Leffe-Bier wird jetzt doch nicht mehr in Russland gebraut. Das gab das für Russland zuständige Partnerunternehmen von AB Inbev, Anadolu Efes nur zwei Monate nach dem Produktionsstart bekannt, wie unsere frankophonen Kollegen der RTBF am Samstag berichten. Der Braubeginn für das eigentlich aus Dinant stammende Bier in russischen Brauereien im August war wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine scharf kritisiert worden.  

Kurz nach der Invasion russischer Truppen in der Ukraine hatte AB Inbev angekündigt, sich aus Russland zurückziehen zu wollen. Im August aber meldete die RTBF, dass der Konzern in Russland Leffe-Bier mit seinem dortigen Partner produzieren wollte.

AB Inbev erklärte seinerzeit, dem Konzern seien in dieser Frage die Hände gebunden, weil für das Russland-Geschäft der türkische Partner Anadolu Efes, mit dem man dort ein Joint-Venture unterhalte, zuständig sei. 

Der belgisch-brasilianische Brauerei- und Getränkekonzern kündigte aber nur kurz danach an, seine Geschäftsanteile an die türkische Gruppe veräußern zu wollen.

Laut RTBF-Recherche, die von Fotos aus russischen Kaufhäusern untermalt wurde, gelangte tatsächlich einige Wochen lang in Russland gebrautes Leffe-Bier in Dosen dort in den Handel. Doch seit dem 21. September soll die Produktion von Leffe in Russland wieder beendet sein. Aber, die Gespräche zum Verkauf der russischen AB InBev-Anteile an Anadolu Efes laufen noch.

Inzwischen wurde auch bekannt, dass sich die Partnerschaft mit Anadolu Efes in Russland nicht unbedingt gelohnt hat. Laut RTBF hat AB InBev im ersten Trimester 2022 einen Verlust von 1,1 Mia. € erlitten und zwar in erster Linie wegen den laufenden Geschäften im Joint-Venture mit der türkischen Brauereigruppe. 

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