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Befürworter des neuen Brüsseler Verkehrsplans lancieren #WeLoveGoodMove

Nach kritischen Aussagen von Einzelhandelsverbänden und nach Bürgerprotesten in einigen Stadtvierteln, die sogar zu einem Zurückschrauben der Maßnahmen in Anderlecht führten, manifestieren sich jetzt auch die Befürworter des neuen Brüsseler Verkehrsplans. Sie rufen mit dem Hashtag #WeLoveGoodMove zur Unterstützung der Verkehrswende in der belgischen Hauptstadt auf.

Befürworter des neuen Brüsseler Verkehrsplans, der unter dem Motto „Good Move“ firmiert, äußerten sich nach der massiven Kritik an dem Plan in den vergangenen Tagen vor allem über die sozialen Medien positiv dazu. Sie sind der Ansicht, dass dies der beste Weg hin zu einem Brüssel des 21. Jahrhunderts ist und rufen dazu auf, sich diesem Trend anzuschließen. Da heißt es zum Beispiel: „Lasst und den Hashtag #WeLoveGoodMove trendy machen!“

Dieser Hashtag soll den lauten Protesten im Brüsseler Fünfeck (das Zentrum innerhalb des Innenstadtrings) oder in Kuregem, Jette und Schaarbeek etwas entgegensetzen. In Kuregem, ein Ortsteil in der Brüsseler Gemeinde Anderlecht, wurden Gemeinderatsmitglieder sogar ernsthaft bedroht und mindestens eine Politikern erhielt zumindest zeitweise Polizeischutz.

Unter dem Motto „Good Move“ will die Brüsseler Hauptstadt-Region in den kommenden Jahren bis zu 30 Viertel verkehrsfrei gestalten oder zumindest verkehrsberuhigende Zonen einrichten. Doch einfach wird das nicht. In Jette zum Beispiel wurden neue Verkehrsschilder und -filter zerstört und es laufen Petitionen gegen den Verkehrsplan. Und in den sozialen Medien hagelt es natürlich auch Beschimpfungen gegen die Pro-Verkehrsplan-Initiative Hashtag #WeLoveGoodMove. 

"Die Lautesten sind in der Minderheit"

Bei den Initiatoren und bei denen, die den Hashtag befürworten, heißt es hingegen, dass ein verkehrsfreies oder verkehrsarmes Brüsseler Stadtzentrum eine feine Sache sei und dass die Stadt und die Region auf einem guten Weg sei. Die, die am lautesten gegen den Plan mobil machen würden, seien in der Minderheit.

Auf beiden Seiten mischen Personen mit, die Verbindungen zu in Brüssel aktiven politischen Parteien haben, viele andere wiederum sind in dieser Hinsicht neutral und wollen nur das Beste für ihre Stadt. Dem kann aber nur eine sachliche Debatte dienlich sein. Krawallmacher, die Politiker aktiv bedrohen, fügen der Sache mehr Schaden zu, als ihnen eigentlich lieb sein könnte. 

Bart Dewaele

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