Vermisstenfall: In Peru gefundene sterbliche Überreste sind von der Belgierin Natacha de Crombrugghe

Die sterblichen Überreste einer Person, die vor 15 Tagen in den Anden in Peru entdeckt wurden, sind die der seit Januar vermissten 28-jährigen Natacha de Crombrugghe (Fotos). Die Frau aus Linkebeek bei Brüssel in Flämisch-Brabant wird seit Januar in den Anden vermisst. Laut der peruanischen Staatsanwaltschaft konnte die Identität der Toten anhand einer DNA-Untersuchung festgestellt werden. Jetzt wird untersucht, ob es sich bei dem Vorfall um einen Unfall oder um ein Tötungsdelikt handelt.

„Die Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass das Skelett, dass im Bett des Colca-Flusses (in Huambo im Südosten von Peru) gefunden wurde, von der belgischen Touristin Natacha de Crombrugghe ist“, verlautete dazu in einer Erklärung des Justizministeriums in Peru.

Der Leichnam, der am 21. September gefunden wurde, wurde anhand eines DANN-Tests identifiziert. Die sterblichen Überreste der Frau aus Belgien wurden in der Gegend entdeckt und geborgen, in der sie im Januar verschwand. Nach ihrer Entdeckung wurde die Leiche in die peruanische Stadt Arequipa gebracht, wo die Untersuchungen vorgenommen werden.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Brüssel sagt dazu, dass man noch dabei sei, den Autopsie-Bericht zu finalisieren. Dies könne einige Wochen in Anspruch nehmen. Bis dahin könne man keine Schlüsse zur Todesursache ziehen. 

Inzwischen haben die Eltern von Natacha de Crombrugghe die Meldung der peruanischen Staatsanwaltschaft in einer kurzen Mitteilung bestätigt: „Wir haben die Resultate der Test erhalten und es handelt sich um unsere Tochter. Die Polizei untersucht noch immer, ob Natascha per Unglück in den Fluss gefallen ist, als sie am 24. Januar auf Treckingtour im Colca Canyon ging, oder ob es um Mord geht. Mehr wissen wir in diesem Moment nicht.“

Die 28 Jahre alte Frau verschwand Ende Januar, als sie ein Hostel in dem kleinen Dorf Cabanaconde alleine verlassen hatte, um sich dort weiter auf Treckingtour zu begeben. Im Februar hatten sich Ermittler aus Belgien nach Peru begeben, um sich an der Suche der Vermissten und an den Ermittlungen zu einem möglichen Tötungsdelikt zu beteiligen. 

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